"Gewaltiger Schlag ins Wassser"
Haider weist Spitzelvorwürfe wütend zurück

Die Spitzelaffäre sei "in den kranken Gehirnen einiger Journalisten" entstanden, sagte Haider.

ap KLAGENFURT. Der rechtsgerichtete Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) Jörg Haider hat am Montag die gegen ihn und andere Funktionäre der Freiheitlichen Partei (FPÖ) erhobenen Spitzelvorwürfe wütend zurück gewiesen. Die so genannte Spitzelaffäre werde ein "gewaltiger Schlag ins Wassser für jene, die diese angezettelt haben", sagte er am Montag in Klagenfurt auf einer Pressekonferenz. Es gebe keine Beweise gegen ihn und andere FPÖ-Funktionäre, fügte er nach einer Meldung der Wiener Nachrichtenagentur APA hinzu.

Die Spitzelaffäre sei "in den kranken Gehirnen einiger Journalisten" entstanden. "Wir sind jetzt so gereizt, dass wir in diesem Sumpf von Indiskretionen Ordnung schaffen werden", sagte Haider. Journalisten würden glauben, Informationen kaufen zu können. Darüber gebe es notariell beglaubigte Akte. "Ich nehme die Herausforderung an und werde zurückschlagen", sagte Haider weiters. "Wir werden Ordnung in diesem Spitzelstaat machen, der von den Roten entwickelt wurde".

Am Vorabend hatte in der TV-Sendung "Betrifft" Haiders Sprecher Karl-Heinz Petritz Klagen des Landeshauptmannes gegen "profil" und "Format" angekündigt. Beide Magazine berichteten in ihrer jüngsten Ausgabe, Haider werde von Polizisten belastet. Darin heißt es, der ehemalige FPÖ-Chef Haider habe um vertrauliche Informationen aus dem Polizeicomputer EKIS ersucht. Haider habe zudem zudem in mindestens zwei Fällen Polizisten darum gebeten, ihm illegal Informationen zu beschaffen.



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