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Gewerbesteuer

BFH-Beschlussvom 18.08.2004 00:00:00 - I B 87/04



Bundesfinanzhof
Gewerbesteuer


GewStG 2002 i. d. F. des StVergAbG vom 16. 5. 2003 (BGBl. I 2003 S. 660, BStBl. I 2003 S. 321) § 16, § 18, § 19 Abs. 3 Satz 3, § 28 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4, § 36 Abs. 1; AO § 164 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2, § 184 Abs. 1 Satz 3, § 185; GG Art. 20 Abs. 3, Art. 28 Abs. 2 Satz 3, Art. 106 Abs. 6 Satz 2

Ein Zerlegungsbescheid für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung steht gem. § 164 Abs. 1 Satz 2 i.V. mit § 184 Abs. 1 Satz 3, § 185 AO kraft Gesetzes unter Vorbehalt der Nachprüfung.

Es ist nicht ernstlich zweifelhaft, dass der Gewerbesteuerpflichtige durch einen möglichen gesetzlichen Verstoß gegen die verfassungsrechtlich gewährleistete kommunale Selbstverwaltung und das gemeindliche Hebesatzrecht nicht beschwert ist. Ihm fehlt das Rechtsschutzbedürfnis, um die Rechte der betroffenen Gemeinde durchzusetzen.

Es bestehen keine ernstlichen Zweifel daran, dass der Gesetzgeber berechtigt ist, im Lauf des Erhebungszeitraums bis zum Entstehen des Steueranspruchs die gesetzlichen Grundlagen zu verändern. Der Gesetzgeber konnte deshalb rückwirkend für das Kalenderjahr 2003 den Zerlegungsmaßstab des § 28 GewStG 2002 zu Lasten solcher Gemeinden verändern, deren Hebesatz 200 v. H. unterschreitet.

BFH-Beschluss vom 18.08.2004 - I B 87/04



(DATEV-LEXinform-Nr. 0818555)



Quelle: DER BETRIEB, 13.10.2004

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