Gewerkschaft bezeichnet aktuelles Arbeitgeberangebot als "völlig unzureichend"
Tarifverhandlungen für Versicherungsbranche in entscheidender Runde

Die Tarifverhandlungen für die 220 000 Beschäftigten des privaten Versicherungsgewerbes sind am Montag in München in die voraussichtlich entscheidende Runde gegangen. Falls es in dieser dritten Runde nicht zu einem Durchbruch komme, müsse mit Arbeitskampfmaßnahmen gerechnet werden, sagte der Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Ingo Schwope, vor Verhandlungsbeginn.

afp MÜNCHEN. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine Einmalzahlung von 100 Mark für den Mai sowie eine Erhöhung der Gehälter um zwei Prozent ab Juni vorgeschlagen. Verdi-Verhandlungsführer Hinrich Feddersen kritisierte dies als "völlig unzureichend", da die Anhebung auf die Laufzeit des Tarifvertrages umgerechnet bei unter zwei Prozent liege.

Die Gewerkschaft verlangt Einkommenssteigerungen um 5,5 Prozent. Außerdem strebt Verdi arbeitsplatzsichernde Maßnahmen an. Dazu gehört eine Verbesserung der Altersteilzeitregelung sowie die Verkürzung der Jahres- oder Wochenarbeitszeit. Schließlich soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaft die Mehrarbeit reduziert werden. Die glänzenden Geschäftsergebnisse der Branche bei gleichzeitiger Zunahme des Leistungsdrucks untermauerten die Berechtigung der Forderungen. Zudem sei die Produktivität der Angestellten um über drei Prozent gestiegen.

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