Gewerkschaft enttäuscht: Chemie-Tarifverhandlungen ohne Ergebnis

Gewerkschaft enttäuscht
Chemie-Tarifverhandlungen ohne Ergebnis

Der Chemieindustrie stehen nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die rund 580 000 Beschäftigten schwierige Verhandlungen bevor.

HB/dpa BREMEN. "Der Weg zu einem Tarifkompromiss ist steiniger geworden", sagte der Verhandlungsführer des Bundesarbeitsgeberverbandes Chemie, Jürgen Maaß, am Donnerstag nach den Gesprächen in Bremen. Die Debatte sei von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Irak-Krieges überschattet gewesen.

Die Gewerkschaft zeigte sich enttäuscht. "Die Arbeitgeber haben eine große Chance ausgelassen, vorausschauend und gemeinsam mit uns die Weichen zu stellen", erklärte der Verhandlungsführer der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Werner Bischoff. Es sei deshalb fraglich, "ob wir noch im Mai zu einem tragfähigen Abschluss kommen". Die nächste Runde ist am 7. Mai in Lahnstein (Rheinland-Pfalz).

Im Mittelpunkt der Gespräche in Bremen standen Qualifizierung und neue Ausbildungsplätze. Die Gewerkschaft fordert neben einer realen Entgelterhöhung einen Tarifvertrag für Qualifizierung und eine neue Ausbildungsplatzinitiative. Nach Gewerkschaftsangaben ist eine gemeinsame Ausbildungsinitiative "auf gutem Weg". Eine technische Kommission werde bis zur nächsten Tarifrunde Vorschläge dafür erarbeiten.

Die Arbeitgeber legten bislang noch kein Angebot vor. Vor Verhandlungsbeginn hatte Maaß erklärt, "wir brauchen einen Abschluss, der der konjunkturellen und weltwirtschaftlichen Situation gerecht wird". Dieser müsse unter dem vorigen Abschluss von 3,3 % liegen. Krisengerecht wäre nach seiner Darstellung "null plus".

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