Gewerkschaft nennt das Verhalten unsolidarisch
Kritik an Schumacher-Brüdern: "Schlag gegen Steuermoral"

Die Formel-1-Brüder Michael und Ralf Schumacher sind wegen der Verlagerung ihrer Wohnsitze in die Schweiz beziehungsweise nach Österreich erneut in die Kritik geraten.

dpa BERLIN. "Das ist ein Sich-Drücken vor den Steuerzahlungen", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Friedhelm-Julius Beucher (SPD), am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin.

Als einen "Schlag gegen die Steuermoral" bezeichnete der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, die Tatsache, dass der dreimalige Weltmeister Michael Schumacher durch einen Trick eine besonders niedrige Steuerklasse im Nachbarland erhielt: Der Ferrari-Star aus Kerpen habe sich in der Schweiz als "beschäftigungslos" gemeldet.

Ondracek nannte das Verhalten der Schumacher-Brüder unsolidarisch und erklärte: "Wenn die Leistungsfähigsten ihren Wohnsitz verlegen, müssen die anderen Bürger ihren Anteil quasi mitbezahlen." Er befürchte zudem, dass jetzt viele Anhänger der beiden Formel-1-Stars versuchen würden, ihren beiden Idolen "nachzueifern" und Steuern - wo möglich - zu hinterziehen.

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