Gewerkschaft schlägt Alarm
Gewalt gegen Polizei steigt an

Wegen zunehmender Übergriffe und Gewalttaten gegen Frauen und Männer im Polizeidienst hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Freitag Alarm geschlagen.

dpa/HB BERLIN/BONN. Der Bundesvorsitzende Konrad Freiberg sprach angesichts der "bundesweiten Entwicklung" von einer "Gefährdung des Rechtsstaates". Freiberg sagte in Bonn-Bad Godesberg: "Die bekannt gewordene Zahl von 120 Angriffen auf Polizeibeamte während des vergangenen Monats und 900 verletzten Beamte in knapp einem Jahr allein in Berlin ist alarmierend".

Beleidigungen, Bedrohungen auch von Familien der Polizisten und abnehmender Respekt gegen den Polizeidienst seien die Vorstufe zu tätlichen Angriffen, sagte Freiberg nach Angaben des GdP-Bundesvorstandes in Berlin. Ähnlich besorgt äußerten sich Kollegen von ihm in der Bundeshauptstadt.

Freiberg sagte, diese Besorgnis erregende Entwicklung gebe es nicht nur in deutschen Großstädten, sondern auch in den Nachbarländern. Der GdP-Chef appellierte an die Gerichte, "im Strafmaß bei Beleidigungen, Widerstandshandlungen oder tätlichen Angriffen auf Polizisten deutliche Zeichen zu setzen".

Eine von der GdP in Auftrag gegebene Studie hatte ergeben, dass vor allem in Routinesituationen Gefahr lauert. So war bei einer normalen Verkehrskontrolle in Berlin ein Beamter schwer verletzt worden, als ein Autofahrer, nachdem er zunächst abgebremst hatte, beschleunigte und den Beamten erfasste.

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