Gewerkschaft sieht viele Fragen ungeklärt
Deutsche Bank lässt Zeitsparkonten vorerst nicht zu

adx FRANKFURT. Die Einführung von Zeitsparkonten bei der Deutschen Bank wird sich offenbar verzögern. Wie die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, sehe sie derzeit wenig Chancen, die geplanten Zeitsparkonten für die Beschäftigten schon von Januar 2001 an einzuführen. "Für die Möglichkeiten, Geld und Zeit - wie Urlaubstage - einzubringen, liegen gegenwärtig weder die notwendige Tariföffnung noch eine Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat vor", sagte DAG-Bundesvorstandsmitglied Gerhard Renner.

Nach Ansicht der DAG gibt es noch viele offene Fragen im Konzept der Deutschen Bank. Dazu gehöre unter anderem die fehlende Nominalwertabsicherung der in Geld geführten Konten. Das Modell enthalte zwar risikoreiche Sparanlagen in Aktienfonds. Dies dienten aber eher der Geldanlage als einer Verbesserung der Zeitsouveränität der Beschäftigten, bemängelte Renner.

Außerdem sei das wirtschaftliche Risiko zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern falsch verteilt. So solle es im Falle einer Erkrankung während des "Zeitabfeierns" für den betreffenden Mitarbeiter keine Lohnfortzahlung geben. Damit werde die Krankheit trotz dienstlicher Vorleistung zur Privatsache erklärt.

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