Gewerkschaft Verdi kritisiert die Lockerung
Geschäfte dürfen samtags bis 20 Uhr öffnen

Die Geschäfte in Deutschland können ab dem 1. Juni auch an Samstagen bis 20.00 Uhr geöffnet werden.

Reuters BERLIN. Der Bundesrat stimmte am Freitag einem entsprechenden Gesetzentwurf der rot-grünen Bundesregierung zu. Bisher müssen die Geschäfte an Samstagen um 16 Uhr schließen. Die unionsgeführten Länder trugen den Beschluss trotz Kritik mit. Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bekräftigte aber die Position der Union, dass es besser gewesen wäre, die Regelung des Ladenschlusses den Ländern zu überlassen. In eigener Regie hätten die Länder für eine weiter gehende Deregulierung sorgen können, sagte von Beust. "Wir gehen heute einen kleinen Schritt." Er hätte sich dagegen einen "großen Sprung" gewünscht.

Die Bundesregierung erhofft sich von der Lockerung des Ladenschlusses mehr Konsumbereitschaft der Bürger. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) hatte die Lockerung als Minimalreform kritisiert, der nur ein Anfang auf dem Weg zur Freigabe der Ladenöffnungszeiten sein dürfe. Heftige Kritik an der Lockerung hatte in den vergangenen Monaten vor allem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geübt.

Mit der geplanten Neuregelung sollen ab 1. Juni von Montag bis Samstag Ladenöffnungszeiten von sechs Uhr bis 20.00 Uhr möglich werden. An Sonntagen und Feiertagen sollen die Läden generell geschlossen bleiben.

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