Gewerkschaft warnt vor Stellenabbau
Bundesbankreform gerät immer stärker in die Kritik

Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft kritisierte am Freitag in Frankfurt am Main, der "angekündigte Kahlschlag von 4 500 Arbeitsplätzen sei völlig inakzeptabel''.

ap FRANKFURT/MAIN. Die Pläne von Bundesfinanzminister Hans Eichel zur Reform der Bundesbank und der Finanzaufsicht geraten immer stärker in die Kritik. Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft kritisierte am Freitag in Frankfurt am Main, der "angekündigte Kahlschlag von 4 500 Arbeitsplätzen sei völlig inakzeptabel''. Durch die geplante Reform seien vor allem Arbeitsplätze bei den Landeszentralbanken gefährdet. Am Donnerstag hatte sich bereits EZB-Präsident Wim Duisenberg besorgt geäußert.

Kritik übte die Gewerkschaft auch der geplanten Schaffung einer Allfinanzaufsicht, der die Bundesbank nur noch zuarbeiten solle. Die Bundesbank werde dadurch geschwächt. Dies sei nach der Ausgliederung des Schuldenmanagements des Bundes aus der Bundesbank das falsche Signal. Die DAG forderte eine Integration der Finanzaufsicht in die Bundesbank. Duisenberg hatte am Vortag betont, die nationalen Notenbanken sollten wesentlich an der Bankenaufsicht teilhaben.

Eichel will die Aufsicht über den Finanzmarkt bündeln. Dazu sollen die Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel zusammengeführt und eine Bundesanstalt für Finanzmarktaufsicht geschaffen werden. Zugleich soll die Bundesbank reformiert werden. Die Pläne zur Reform der Bundesbank laufen darauf hinaus, den Einfluss der Bundesländer auf die Geldpolitik zu schmälern. Zwar sollen die neun Landeszentralbanken erhalten bleiben. Deren Präsidenten sollen jedoch künftig nicht mehr im Bundesbankvorstand vertreten sein, sondern nur beratend wirken können.



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