Gewerkschaft will Rücknahme der Kündigungen erreichen
Verdi fordert Verzicht auf Kündigungen

Die Gewerkschaft Ver.di und die Betriebsratsvorsitzenden der vier deutschen Großbanken haben eine Kurskorrektur beim angekündigten Stellenabbau in der Bankenlandschaft gefordert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Einschnitte seien nach den Terroranschlägen in den USA "hektisch und überzogen" eingeleitet worden, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Hinrich Feddersen am Dienstag in Frankfurt.

Nach seiner Aussage wollen die Deutsche Bank; Dresdner Bank, Commerzbank und Hypovereinsbank 17.000 Stellen in Deutschland beziehungsweise weltweit insgesamt 30.000 Jobs streichen. Die überzogenen Personalabbauprogramme seien zu korrigieren und die betrieblichen Sozialpläne durch geeignete tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung zu ergänzen. Dazu gehöre unter anderem ein Stufenplan zur Verkürzung der Wochenarbeitzszeit, sagte Feddersen.

Dies sei notwendig, da im gesamten Kreditgewerbe langfristig mit einem Personalabbau zu rechnen sei, sagte Feddersen. In den kommenden fünf bis sieben Jahren würden wegen des Strukturwandels rund 100.000 Arbeitsplätze im deutschen Bankensektor verloren gehen.

Bislang sei der Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen gelungen, sagte der Gewerkschaftsführer. Nur die angeschlagene Commerzbank will diesen Schritt nicht ausschließen. Der Betriebsratsvorsitzende der Commerzbank zeigte sich aber überzeugt, dies mit Verhandlungen noch zu verhindern. "Wir erwarten, dass alles ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen wird", sagte Hans-Georg Jurkat, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Commerzbank.

Über die anstehenden Gespräche mit den Banken über eine Tariferhöhung machte der Verdi-Vertreter keine konkrete Aussage. Er könne noch nicht sagen, ob die Gewerkschaft mit "harten Gehaltsforderungen" in die Tarifrunde gehen werde.

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