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Gewerkschaft wirft Lidl 'Verstöße gegen die Menschenwürde' vor

Die Gewerkschaft ver.di hat der Discount-Kette Lidl "Verstöße gegen die Menschenwürde" vorgeworfen.

dpa-afx STUTTGART. Die Gewerkschaft ver.di hat der Discount-Kette Lidl "Verstöße gegen die Menschenwürde" vorgeworfen. Ver.di legte am Freitag in Stuttgart ein "Schwarzbuch" vor, in dem anhand von Befragungen bei Lidl-Mitarbeitern dem Einzelhandelskonzern unter anderem die Verletzung von Arbeitnehmerrechten, Video-Überwachung der Mitarbeiter und die Ableistung unbezahlter Überstunden vorgeworfen werden. "Lidl ist billig auf Kosten der Beschäftigten", kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg, Werner Wild. Es herrsche ein System der Angst.

Der Lidl-Konzern mit Sitz im schwäbischen Neckarsulm sieht in dem "Schwarzbuch" eine Diffamierungskampagne von ver.di. Seit Monaten rufe die Gewerkschaft im Internet zu einer "anonymen Denunzierung" auf, hieß es in einer Erklärung. Lidl habe in den letzten drei Jahren 45 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen - davon allein 20 000 in Deutschland - "so viel wie kein anderes Unternehmen". Verstöße seien "immer Einzelfälle und die Folge des schnellen Wachstums" und würden sofort nach Bekanntwerden abgestellt.

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