Gewerkschaften dagegen
Schröder: Ladenschluss wird deutlich gelockert

Die Geschäfte sollen künftig generell auch am Samstag bis 20 Uhr öffnen dürfen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigte am Dienstag in Berlin nach der Sitzung des SPD - Gewerkschaftsrates einen entsprechenden Gesetzesvorstoß an.

HB/dpa BERLIN. Die Gewerkschaften sind gegen eine weitere Lockerung der Öffnungszeiten, wollen aber eine Entscheidung des Parlaments letztlich akzeptieren.

DGB-Chef Michael Sommer kündigte an, dass die Verhandlungen über die neuen Tarifverträge für Zeit- und Leiharbeit am 17. Dezember beginnen. Er sicherte passgenaue Regelungen zu. Schröder betonte, bei Langzeitarbeitslosen müsse eine Bezahlung unterhalb der normalen Tarife möglich sein.

Sommer wandte sich gegen längere Öffnungszeiten. Dies würden die Gewerkschaften nicht mittragen. Längere Öffnungszeiten brächten nicht mehr Arbeitsplätze und auch nicht mehr Wachstum. Er räumte aber ein, dass sich die Gewerkschaften nicht gegen einen entsprechenden Beschluss des Parlaments sperren. Sommer kündigte Gespräche mit der zuständigen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an.

Schwere Vorwürfe erhoben Schröder und Sommer gegen die Union. Schröder beklagte, die Debatte und die persönliche Diffamierung die "droht aus dem Ruder zu laufen". Sommer verbat sich die Kritik der Union am Einfluss der Gewerkschaften auf die Regierung. Es sei das Recht der Gewerkschaften, auf die Regierung einzuwirken. Er werde es sich nicht bieten lassen, dass die Union dies "denunziere" und "Verschwörungstheorien" verbreite. Dagegen würden sich die Gewerkschaften wehren.

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