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Gewerkschaften verloren knappes Drittel der Mitglieder

Erstmals seit der Wiedervereinigung zählen alle deutschen Spitzen-Gewerkschaften nach Angaben aus Wirtschaftskreisen zusammen weniger als 10 Millionen Mitglieder.

dpa-afx KÖLN. Damit haben DGB, DAG, Beamtenbund und Christlicher Gewerkschaftsbund seit dem Rekordjahr 1991 mit insgesamt 13,7 Millionen Organisierten ein knappes Drittel ihrer Mitglieder verloren, teilte am Mittwoch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit.

"DGB & Co. stehen damit schlechter da als vor der Wende, als sie allein in den alten Ländern 9,8 Millionen Arbeitnehmer in ihren Reihen vereinten", so das Institut. Lediglich der Deutsche Beamtenbund, der seit 1991 um 14 % zulegte, habe sich von der Talfahrt abkoppeln können.

Die meisten Arbeitnehmer haben sich nach DGB-Angaben in der Dienstleistungsgesellschaft ver.di organisiert, die mehr als 2,9 Millionen Mitglieder hat. In der IG Metall als zweitgrößte Gewerkschaft sind mehr als 2,7 Millionen Menschen zusammengeschlossen, gefolgt von der IG Bergbau, Chemie, Energie mit mehr als 891 000 Mitgliedern. Die Kleinste Vereinigung ist die Gewerkschaft der Polizei, mit knapp mehr als 188 000 Mitgliedern.

Das IW meinte, die deutschen Gewerkschaften seien "nach wie vor Männerbünde": Knapp 6,7 Millionen Männern stünden heute etwas mehr als drei Millionen Frauen gegenüber. Der Anteil der Frauen betrage nur noch 31 % - nach 33 % im Jahre 1991.

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