Gewinn auf Vorjahresniveau: ING wagt keinen Ausblick

Gewinn auf Vorjahresniveau
ING wagt keinen Ausblick

Der niederländische Finanzkonzern ING hat im vergangenen Jahr im operativen Geschäft einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt und keinen Ausblick für 2003 gegeben.

Reuters AMSTERDAM. Der operative Netto-Gewinn habe 2002 bei 4,253 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau gelegen, teilte ING am Freitag in Amsterdam mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 4,315 Milliarden Euro gerechnet.

Ab diesem Jahr werde der Finanzkonzern, anders als bisher, bestimmte Kapitalerträge nicht mehr als Gewinn verbuchen, kündigte ING an. "Mit Blick darauf und die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten wird der Vorstand für 2003 keine Prognose abgeben."

ING bietet in 65 Ländern mehr als 50 Millionen Kunden Bank - und Versicherungsleistungen sowie Vermögensverwaltung an. Auf dem deutschen Markt will das weltweit zu den führenden Banken- und Versicherungskonzernen zählende Unternehmen seine Position durch die jüngst angekündigte Übernahme der Nürnberger Direktbank Entrium stärken. Mit der ING BHF-Bank und der Direktbank DiBa sind die Niederländer schon in Deutschland aktiv.

Die Kapitalbasis der Versicherungssparte bezifferte ING per Ende 2002 auf 14,7 Milliarden Euro oder 169 Prozent des gesetzlich Notwendigen. Die Kernkapitalquote (Tier 1) lag mit 7,31 Prozent deutlich über den notwendigen vier Prozent. Mit diesen Kapitalvorgaben will der Gesetzgeber die Standfestigkeit der Banken auch für schwere Zeiten sichern. ING will seine Kernkapitalquote weiter steigern. Dazu sollten risikoreiche Posten in der Bilanz verringert werden. Einem möglichen weiteren Verfall der Aktienmärkte habe das Institut zudem durch Absicherungsgeschäfte vorgebeugt.

In Amsterdam wurde wegen eines technischen Defekts im Handelssystem bis gegen 10 Uhr MEZ noch kein Kurs für die ING-Aktie gestellt. Im Frankfurter Handel gaben ING-Aktien rund 1,4 Prozent auf 13,67 Euro nach.

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