Gewinn bei Mutter Zurich Financial Services eingebrochen - Zurich plant IPO von Zurich Re
Deutsche Bank legt Milliardengebot für Zurich Scudder vor

Die Deutsche Bank hat nach Informationen des "Wall Street Journal" eine milliardenschwere Offerte für die Vermögensverwaltung von Zurich Financial Services (ZFS) vorgelegt. Wie die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, ist die größte deutsche Bank bereit, zwischen 2,5 bis 3 Milliarden Dollar für die ZFS-Tochter Zurich Scudder Investments zu zahlen.

afp/rtr FRANKFURT/ZÜRICH. Allerdings sei auch der britisch-amerikanische Vermögensverwalter Amvescap an dem Fonds-Manager interessiert. Das Unternehmen habe aber noch nicht entschieden, ob es gleichfalls eine Offerte machen wolle. ZFS teilte am Donnerstag bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen lediglich mit, derzeit strategische Alternativen für sein Vermögensverwaltungsgeschäft zu prüfen.

Für das erste Halbjahr 2001 gab ZFS deutlich gesunkene Gewinne bekannt. Der normalisierten Gewinn sank um 13,2% von 1,062 Milliarden im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 922 Millionen $. Der effektive Reingewinn ging um 32,9 % auf 861 (1284) Mill. $ zurück, teilte Zurich mit. Die Bruttoprämien, Policengebühren, Beiträge mit Anlagecharakter und Prämien der Farmers P&C Group stiegen um 9,1 % auf 27,731 (25,418) Mrd. $ und die Farmers-Managementgebühren und verbundenen Erträge um 7,4 % auf 829 (772) Mill. $, hieß es weiter.

Zurich bekräftigte erneut, dass der von Zurich als massgeblich erachtete normalisierte Gewinn, der auf die längerfristig erzielbaren, normalisierten Kapitalgewinne abstellt, im Gesamtjahr zwischen 1,8 und 2,0 Mrd. $ erwartet werde.

Weiteren Angaben zufolge will Zurich das Rückversicherungsgeschäft Zurich Re im vierten Quartal 2001 im Zuge eines Initial Public Offering (IPO) abspalten. Es sollen mindestens 70 % an die Börse gebracht werden. Geplant ist ein Listing an der Schweizer Börse und möglicherweise auch an der New York Stock Exchange.

Das Ergebnis des Vermögensverwaltungsgeschäfts, an dem die Deutsche Bank offenbar interessiert ist, wurde im ersten Semester durch schwache Aktienmärkte, Restrukturierungskosten, Abschreibungen sowie Aufwendungen für neue Geschäftsinitiativen beeinträchtigt, hieß es. Zurich will in Kürze über die weitere Entwicklung in der Vermögensverwaltung orientieren.

Analysten hatten für Zurich im Schnitt einen 16-prozentigen Rückgang des normalisierten Halbjahresgewinns auf 931 Mill. $ prognostiziert.

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