Gewinn im dritten Quartal wurde deutlich gesteigert
Gucci übertrifft Analysten-Erwartungen

rtr AMSTERDAM. Der italienische Luxusgüterhersteller Gucci hat seinen Gewinn im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres entgegen den Analysten-Erwartungen deutlich gesteigert und sieht sich für weitere Übernahmen gerüstet. Der Reingewinn habe von August bis Oktober auf 114 Mill. $ (rund 252 Mill. Mark) von 96 Mill. $ im Vorjahreszeitraum zugelegt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnisrückgang auf 90,3 Millionen Dollar gerechnet.

Der Konzernumsatz verdoppelte sich den weiteren Angaben zufolge im dritten Quartal auf 615 Mill. $. Dies sei zum größten Teil auf die seit dem vergangenen Jahr getätigten Übernahmen zurückzuführen, hieß es. Für 2001 erwartet Gucci ein anhaltendes Umsatz-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich in seinem Kerngeschäft. Das bereinigte Ergebnis je Aktie werde bei ungefähr 3,40 $ liegen, ohne Abschreibungen auf den immateriellen Firmenwert und den Markenwert bei 4,25 $ je Aktie.

"Wir werden weiter nach Übernahmen Ausschau halten", sagte Gucci-Chef Domenico De Sole in einem Interview. Dazu stehe ein Betrag von 2,5 Mrd. $ zur Verfügung. Um im Konkurrenzkampf gegen den französischen Wettbewerber LVMH zu bestehen, hatte Gucci zuletzt das französische Modehaus Yves Saint Laurent, den Luxus-Schuhersteller Sergio Rossi sowie die Schmuckfirma Boucheron übernommen. In ihrer neuen Sparte Yves Saint Laurent Beaute rechnen die Italiener für das kommende Jahr mit einem Umsatzwachstum im "hohen einstelligen" Prozentbereich.

Trotz der über den Experten-Schätzungen liegenden Quartals-Ergebnisse verlor die Gucci-Aktie an der Amsterdamer Börse bis zum Mittag um 3,44 Prozent auf 101,15 Euro. Marktteilnehmern zufolge wurde die Prognosen des Unternehmens für das nächste Jahr eher negativ aufgenommen. "Die Zahlen waren gut, aber der Ausblick fiel geringer aus, als von den Analysten erwartet", sagte ein Händler.

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