Gewinn im ersten Quartal gesteigert: Fielmann behält den Durchblick

Gewinn im ersten Quartal gesteigert
Fielmann behält den Durchblick

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann hat trotz Konsumflaute im ersten Quartal 2003 ihren Gewinn deutlich gesteigert. Der Vorsteuergewinn habe sich in den ersten drei Monaten um 12,4 % auf 21 Mill. ? zum Vorjahresquartal erhöht, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Reuters HAMBURG. In den ersten drei Monaten sei der Gewinn vor Steuern um 12,4 Prozent auf 21 Millionen Euro geklettert, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. Im Gesamtjahr solle zum sechsten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt werden, bekräftigte Fielmann. Die Expansion ins Ausland will das Unternehmen dabei weiter vorantreiben. Für das abgelaufene Jahr werde die Dividende auf 1,25 Euro nach 1,07 Euro im Vorjahr angehoben. Bis zum Nachmittag stieg die Aktie mehr als ein Prozent auf 34,80 Euro.

Umsatzplus von mehr als fünf Prozent erwartet

Der Konzernumsatz im ersten Quartal sei um 9,8 Prozent auf 173,7 Millionen Euro gewachsen, teilte Fielmann mit. Mit insgesamt 1,37 Millionen verkauften Brillen sei der Absatz um gut zehn Prozent gestiegen. Für 2003 werde trotz der allgemeinen Konsumflaute auch weiterhin ein Plus bei Absatz, Umsatz und Gewinn erwartet. Der Konzernumsatz inklusive Franchiser und Industrie (Außenumsatz) werde im laufenden Jahr nach konservativen Schätzungen voraussichtlich über 850 (Vorjahr: 807) Millionen Euro liegen, sagte Finanzvorstand Hans Joachim Oltersdorf. Eine konkrete Prognose für Gewinn und Absatz nannte er nicht. Das Gewinnplus im Quartal unterstreiche das positive Szenario für Fielmann im Gesamtjahr, schrieb Thilo Kleibauer, Analyst bei M.M. Warburg in einem Kommentar. Er stufte die Aktien von Fielmann auf "Buy" von "Hold" herauf.

Auslandsexpansion soll weitergehen

Mittelfristig wolle das Unternehmen europaweit einen Außenumsatz auf über eine Milliarde Euro erzielen, sagte der Vorstandsvorsitzende Günther Fielmann. Die Expansion ins Ausland solle vorangetrieben werden, besonderes Augenmerk liege dabei auf der Schweiz, Österreich und den Niederlanden. Auch in Frankreich, Großbritannien und Spanien wolle sich Fielmann vergrößern. Denkbar sei beispielsweise die Akquisition des französischen Optikerunternehmens Grand Vision.

Konzernchef Fielmann ist mit einem Aktienanteil von zurzeit 71 Prozent Mehrheitsaktionär der von ihm gegründeten Firma. Die übrigen Anteile befinden sich in Streubesitz. Anfang Februar hatte der Vorstandschef 400 000 Aktien des Unternehmens im Wert von 12,4 Millionen Euro gekauft, um den Kurs des Papiers zu stützen. Rund die Hälfte der Aktien seien davon wie geplant bereits wieder verkauft, hieß es.

Das Hamburger Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben im Brillengeschäft in Deutschland über einen Marktanteil von 23 Prozent und ist damit die größte Optikerkette hier zu Lande. In der Schweiz sieht sich das Unternehmen mit einem Anteil von 13 Prozent auf Platz zwei, in Österreich als drittgrößter Anbieter.

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