Gewinn je Aktie steigt um 61 Prozent
Ryanair auf rasantem Expansionskurs

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat ihren Quartalsgewinn überraschend stark gesteigert. Zudem gebe es gute Möglichkeiten für weiteres Wachstum, hieß es.

dpa DUBLIN. Der irische Billigflieger Ryanair profitiert weiter von der anhaltenden Krise der Luftfahrtbranche. Im zweiten Quartal dieses Jahres sei der Gewinn nach Steuern um 68 % auf 39 Mill. Euro gesteigert worden. Die "aufwühlenden Ereignisse" nach dem 11. September eröffneten gerade Ryanair mit seinen niedrigen Preisen "riesige Wachstumsmöglichkeiten", sagte Unternehmens-Chef Michael O'Leary am Dienstag in Dublin. Im vergangenen Quartal seien 3,54 Millionen Passagiere befördert worden. Mit diesem Anstieg um 38 % flogen bei Ryanair erstmals in jedem Monat mehr als eine Million Menschen. Daher will die Gesellschaft in Europa massiv expandieren.

Nach Worten von O'Leary war das Quartals-Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings außergewöhnlich stark, weil damals erhebliche Kosten für neue Strecken angefallen waren. Für das gesamte Geschäftsjahr rechne er mit einem Wachstum im Rahmen bisherigen Prognosen zwischen 30 und 40 %. Während die Betriebsausgaben im zweiten Quartal um 22 % stiegen, nahmen die Umsatzerlöse um 29 % auf 194 Mill. Euro zu.

Auch in Deutschland will Ryanair seine Strecken rasant ausbauen. "Wir werden in diesem Markt, wo Ryanair größte Billiggesellschaft ist, weiter expandieren", sagte O'Leary. Die zehn Strecken von und nach Frankfurt Hahn (im Hunsrück) seien mehr als 80 % ausgelastet. Ryanair plant dem Vernehmen nach, innerhalb von zwei bis drei Jahren auch auf innerdeutschen Strecken zu fliegen.

"Wir beabsichtigen, in den nächsten drei oder vier Jahren pro Jahr eine neue Basis in Europa zu eröffnen", sagte O'Leary. Dabei sei neben den schon bisher bestehenden Drehkreuzen in Stansted, Dublin, Charleroi und Hahn vor allem an neue Stützpunkte in Skandinavien und Italien gedacht. Ryanair beschäftigt derzeit rund 1 700 Menschen. Die Zahl der Passagiere soll von 15 Millionen in diesem Jahr zum Ende des Jahrzehnts auf 40 Millionen wachsen.

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