Gewinn kommen noch immer größtenteils aus dem Briefbereich
Post will Börsengang nur bei "großem Börsencrash" verschieben

ap KÖLN. Die Deutsche Post hält trotz der laufenden Untersuchungen der EU-Wettbewerbshüter und des Streits um das Briefporto am geplanten Börsengang im Herbst fest. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Klaus Zumwinkel, sagte in einem am Dienstag in Köln veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital", der Börsengang werde nur im Falle eines "großen Börsencrashs" verschoben. Alle Planungen seien "auf Anfang November gerichtet".

Die Post plant laut "Capital" für das Jahr 2000 und die nächsten Jahre eine Eigenkapitalrendite von 30 %. Doch hängen die Einkünfte, wie Zumwinkel einräumt, derzeit noch zum Großteil vom voraussichtlich 2002 auslaufenen Briefmonopol ab. "Wir machen bei einem Standardbrief, der 1,10 DM kostet, elf Pfennige Gewinn," sagte Zumwinkel. Insgesamt habe die Post mit Briefen 1999 eine Mrd. Euro Gewinn gemacht. Eine Portosenkung um zehn Pfennig, wie vielfach gefordert, "würde rein rechnerisch den ganzen Jahresgewinn aufzehren", berichtete der Manager. Faktisch bleibe das Briefporto aber bis 2002 auf dem heutigen Stand.

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