Gewinn liegt unter Vorjahresergebnis: Bär-Gruppe plant nochmals Personalabbau

Gewinn liegt unter Vorjahresergebnis
Bär-Gruppe plant nochmals Personalabbau

Die in der Vermögensverwaltung tätige Schweizer Julius Bär Gruppe hat 2002 einen um 19 Prozent unter dem Vorjahr liegenden Gewinn von 183 Mill. sfr erzielt und will eine um einen sfr auf sechs sfr reduzierte Dividende aussschütten.

Reuters ZÜRICH. Die Gruppe will nach weiteren Angaben vom Mittwoch die Kapazitäten nochmals um rund zehn Prozent reduzieren und den Personalbestand bis Ende Jahr um mindestens zehn Prozent auf unter 2 000 senken. Bereits im Dezember hatte Bär den Abbau von 150 Stellen bis Mitte 2003 angekündigt. Zur Jahresmitte 2002 beschäftigte die Bank 2 324 Mitarbeiter. Die Kündigungen sollen auf einem Minimum gehalten werden.

Die verwalteten Vermögen gingen per Ende 2002 auf 106 Mrd. sfr zurück von 126 Mrd. sfr ein Jahr zuvor. Der Nettoneugeldzufluss lag bei 0,3 Mrd. sfr. Von dem marktbedingten Rückgang um 20 Mrd. sfr seien fünf Mrd. sfr auf die Entwicklung des Dollarkurses entfallen. Bär hatte im Dezember den erwarteten Gewinn mit "etwas weniger als 200 Mill. sfr" angegeben und Analysten hatten ihn auf etwas mehr als 190 Mill. sfr geschätzt. Die Schätzungen für die verwalteten Vermögen lagen bei rund 105 Mrd. sfr.

Die Bank erklärte weiter, sollten sich die Rahmenbedingungen nicht bald entscheidend und nachhaltig verbessern, "wird der Reingewinn für das laufende Jahr deutlich unter demjenigen von 2002 liegen". Dies sei auf die im Durchschnitt voraussichtlich tieferen Kundenvermögen und die daraus resultierenden tieferen Erträge zurückzuführen, die durch tiefere Kosten nicht kompensiert werden könnten.

Wachstumsmöglichkeiten sieht die Gruppe in den USA, in Dubai und in Italien. Es wird ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 65 Mill. sfr aufgelegt.

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