Gewinn übertrifft Analystenerwartungen
Applied Materials rechnet mit weniger Aufträgen

Der weltgrößte Ausrüster von Chipfabriken, Applied Materials, hat im abgelaufenen Quartal trotz der Branchenschwäche mehr Neuaufträge erhalten und beim Gewinn die Analystenerwartungen übertroffen. Für das laufende Vierteljahr erwartet der US-Konzern aber einen Rückgang beim Auftragseingang um fünf bis 15 %. Nachbörslich verlor der Applied-Aktienkurs fast 4 Prozent.

Reuters SANTA CLARA. Der Nettogewinn im Quartal bis 28. Juli habe wie im Jahr zuvor rund 115 Mill. $ oder 0,07 $ je Aktie betragen, teilte das im kalifornischen Sant Clara ansässige Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel 0,05 $ je Aktie erwartet. Der Auftragseingang stieg zum Vorquartal um 5 Prozent auf 1,78 Mrd. $. Der Nettoumsatz legte im Vergleich zu den drei Monaten zuvor um 26 % auf 1,46 Mrd. $ zu.

Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen wegen des erwarteten Rückgangs bei den Neuaufträgen mit stagnierenden oder nur knapp über dem Niveau des abgelaufenen Vierteljahres liegenden Erlösen, hieß es bei der Analystenkonferenz. Der Gewinn je Aktie werde höher ausfallen. Die Technologie-Investitionen der Unternehmen seien weiter schwach, sagte Applied-Finanzchef Joseph Bronson.

Der im abgelaufenen Quartal verbuchte Ordereingang war Analysten zufolge besser als erwartet. "So schwach, wie es in der Branche derzeit aussieht, hatten wir eher einen unveränderten oder niedrigeren Auftragseingang erwartet", sagte Robert Maire von Bear Stearns.

Allerdings sorgte der Ausblick am Markt für Enttäuschung. Applied, die während der regulären Handelssitzung der Nasdaq 0,88 % auf 13,46 $ verloren hatten, gaben im nachbörslichen Instinet-Handel weiter auf Kurse um 13 $ nach. Der Gesamtmarkt hatte zuvor fast 3 Prozent verloren.

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