Gewinn und Umsatz gesteigert
Koenig & Bauer macht Druck

Der weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zwar gesteigert, leidet aber weiter unter der Investitionszurückhaltung in der Zeitungsindustrie.

Reuters WÜRZBURG. Die Neubestellungen von Rollendruckmaschinen, die vor allem zum Zeitungsdruck eingesetzt werden, seien im ersten Quartal um rund 75 Prozent eingebrochen, teilte der im vergangenen Jahr in den MDax aufgestiegene Konzern aus Würzburg am Mittwoch mit.

Bei Bogendruckmaschinen, die rund 55 Prozent der Konzernumsätze ausmachen, sei der Auftragseingang dagegen um 33,5 Prozent gestiegen. Eine echte Nachfragebelebung erwartet Koenig & Bauer erst für das zweite Halbjahr. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet der Konzern weiter mit einem stagnierenden Umsatz von 1,25 Milliarden Euro und einem Gewinneinbruch von rund 20 Prozent.

"Nach den Jahren des Booms befindet sich der Druckmaschinenbau seit mehreren Monaten in einer Konsolidierungsphase. Mit einer stärkeren Nachfragebelebung wird erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet", hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht. Insgesamt ging der Auftragseingang im ersten Quartal um 35,6 Prozent auf 249,9 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg dagegen um 14,3 Prozent auf 299,7 Millionen Euro, was aber vor allem auf Auslieferungen von bereits Ende 2001 produzierten Maschinen zurückzuführen sei.

Der erstmals nach den internationalen Bilanzierungsregeln IAS ermittelte Überschuss legte den Angaben zufolge im ersten Quartal um eine Million Euro auf 1,9 Millionen Euro zu. Vor Steuern stieg der Gewinn auf 3,7 (Vorjahreszeitraum: 1,8) Millionen Euro. Das Ergebnis sei aber operativ von einem Verlust bei Rollendruckmaschinen geprägt, sagte ein Unternehmenssprecher. Dagegen habe das Ergebnis der Sparte Bogenmaschinen von steigenden Umsätzen profitiert und sei deutlich positiv ausgefallen.

Für das Gesamtjahr rechne Koenig & Bauer mit positiven Ergebnissen in beiden Sparten, erläuterte der Sprecher. Insgesamt werde der Vorsteuergewinn nach IAS in diesem Jahr jedoch um rund 20 Prozent auf über 50 (IAS-Vorsteuergewinn 2001: 62,3) Millionen Euro sinken. Im Frankfurter Handel gaben die Aktien des Würzburger Konzerns bei geringen Umsätzen um rund ein Prozent auf 22,11 Euro nach.

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