Gewinn und Umsatz legen deutlich zu
Münchener Rück übertrifft Prognose

cbu MÜNCHEN. Die Münchener Rück, der weltweit größte Rückversicherer, hat im Geschäftsjahr 2000 die Prognosen der Analysten übertroffen. Der Konzern zeigte sich zudem für 2001 optimistisch. Der Münchener Versicherer arbeitet derzeit an der Bildung eines Allfinanzkonzern zusammen mit der Hypo-Vereinsbank.

Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Beitragseinnahmen um 13,5 % auf 31,1 Mrd. Euro, davon 53 % aus dem Rückversicherungsgeschäft. Der Jahresüberschuss stieg um 54,5 % auf 1,75 Mrd. Euro. Analysten hatten zuvor mit einem Plus von knapp 40 % auf 1,57 Mrd. Euro gerechnet. Die Münchener-Rück-Aktie legte am Freitag deutlich auf knapp 346 Euro zu.

Nach Angaben des Konzern trugen zur starken Steigerung des Gewinns zwei Sondereffekte bei. Die erstmalige Konsolidierung von Spezialfonds nach neuen IAS-Vorschriften macht rund 180 Mill. Euro aus. Die Senkung des Körperschaftssteuer-Satzes schlägt mit 320 Mill. Euro zu Buche. Auch bereinigt um diese Effekte betrage die Erhöhung des Konzernjahresüberschusses rund 50 %, hieß es. Das Ergebnis je Aktie für 2000 wird mit 9,89 Euro (nach 6,45 Euro) angegeben. Die Dividende soll von 0,95 Euro auf 1,25 Euro kräftig erhöht werden.

Die Beiträge im Rückversicherungsgeschäft stiegen um knapp 20 %, hieß es. Das Ergebnis erhöhte sich von 1,2 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro. Dabei sei nicht-rentables Geschäft, insbesondere in den USA, in größerem Umfang abgestoßen worden. Im Rückversicherungsgeschäft mit Nichtleben-Versicherern sei das Ergebnis in der gesamten Branche enttäuschend, hieß es. In den Erneuerungsverhandlungen würden die Preise derzeit aber anziehen. Die Belastungen aus Naturkatastrophen ging 2000 deutlich zurück.

In der Erstversicherung, hier ist der Konzern mit der Ergo Versicherung aktiv, sei die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sehr positiv, hieß es. Die Beiträge stiegen um knapp 7 % auf 14,4 Mrd. Euro, das Ergebnis deutlich auf 1,4 Mrd. Euro.

In der Vermögensverwaltung liegen das verwaltete Vermögen jetzt bei 143 Mrd. Euro, davon allerdings nur rund 8 Mrd. Euro für Dritte. Hier könnte sich eine Zusammenarbeit mit der Hypo-Vereinsbank positiv auswirken. Für 2001 wird ein "erneut gutes Ergebnis" erwartet, wenn sich die Schaden-Belastungen im Rahmen halten. Sowohl in der Rück- als auch in der Erstversicherung wird ein Umsatzplus erwartet.

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