Gewinn von vier Cents pro Aktie
AT&T übertrifft trotz Gewinnrückgang die Prognose

Der US-Telefonanbieter AT&T hat mit einem Gewinn je Aktie von vier Cents im zweiten Quartal zwar weniger verdient als im Vorjahresquartal, übertraf damit aber die Analysten-Prognosen.

Reuters NEW YORK. AT&T, das seine vier Geschäftsbereiche an die Börse bringen möchte, machte für das Ergebnis am Montag in New York den harten Wettbewerb und die niedrigen Preise für Ferngespräche verantwortlich. Die Einnahmen aus Ferngesprächen seien stärker zurückgegangen, als dass die guten Ergebnisse bei der Kabelfernseh-Sparte AT&T Broadband und die höheren Umsätze bei der Datenübertragung dies hätten aufwiegen können, teilte das Unternehmen weiter mit.

"Während unser Gesamtumsatz den branchenweiten Rückgang bei den Ferngesprächsumsätzen widerspiegelt, erhöhen wir unseren Umsatz bei den Datenübertragungs- und Breitbanddiensten um fast 14 %", sagte AT&T-Chef C. Michael Armstrong. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen einen Gewinn von zwei bis fünf Cents je Aktie. Analystenschätzungen belaufen sich First Call zufolge auf sechs Cents.

Das Ergebnis enthalte Abschreibungen für Net2Phone, einen Anbieter von Telefongesprächen übers Internet. Im Vorjahresquartal hatte AT&T noch 47 Cents je Aktie verdient. Analysten waren für das zweite Quartal von einem Gewinn je Aktie von drei Cents ausgegangen.

Die nach der Abspaltung von AT&T Wireless verbliebenen Geschäftsbereiche hätten mit 13,33 Mrd. $ rund drei Prozent weniger umgesetzt als im Vergleichszeitraum, teilte das Unternehmen weiter mit. AT&T Wireless wurde am 9. Juli ein eigenständiges Unternehmen. AT&T plant nach eigenen Angaben seine übrigen Hauptgeschäftsfelder - Geschäfts-, Privatkunden und Breitbanddienste - in börsennotierte Gesellschaften aufzuteilen.

Am Mittwoch hatte AT&T das Übernahmeangebot von Comcast für AT&T Broadband abgelehnt und nannte die gebotenen 40 Mrd. $ zu niedrig. AT&T teilte mit, dass es weitere finanzielle und strategische Alternativen für seine Kabel-TV-Sparte suche. Auch eine Abspaltung des Unternehmensteils sei möglich.

AT&T ist in den USA der führende Anbieter von Ferngesprächen und Kabel-Fernsehen.

Die AT&T-Aktie fiel seit Bekanntgabe der Restrukturierungspläne im Oktober um 22 % und damit stärker als der Standard and Poor's 500 Index, der nur zehn Prozent verlor. AT&T Aktien schlossen am Montag an der New York Stock Exchange mit 20,05 $ rund vier Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag.

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