Gewinnanstieg im dritten Quartal
Versicherer hält an Gewinnziel für 2001 fest

Die niederländische Versicherungsgruppe Aegon hat nach einem Gewinnanstieg im dritten Quartal ihre Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2001 bekräftigt. Der Überschuss sei im dritten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 % auf 596 Mill. Euro gestiegen, teilte der Versicherer am Donnerstag in Amsterdam mit.

rtr AMSTERDAM. Analysten hatten einer Reuters-Umfrage zufolge mit einem Gewinn zwischen 563 und 609 Mill. Euro gerechnet. Im Durchschnitt wurden 589 Mill. Euro erwartet. Für das Gesamtjahr hält Aegon an früheren Prognosen fest, den Gewinn um zwölf bis 17 % zu steigern, wenn auch voraussichtlich eher der untere Bereich der Spanne erreicht werde.

Aegon ist der größte, in den USA tätige ausländische Versicherer und erwirtschaftet rund zwei Drittel seiner Gewinne dort. Wegen der Anschläge vom 11. September bildete die Versicherungsgruppe nach eigenen Angaben Schadens-Rückstellungen von 34 Mill. Dollar im dritten Quartal. Dabei hielt Aegon an früheren Schätzungen fest, wonach die erwarteten Gesamtkosten für die entstandenen Schäden sich voraussichtlich auf weniger als 50 Mill. Dollar oder 30 Mill. Dollar nach Steuern für das Unternehmen belaufen.

Aktienausgabe mindert Gewinnanstieg je Aktie

Der Versicherer erwirtschaftete im dritten Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,43 Euro, was im Rahmen der Analystenschätzungen lag. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der im Vergleich zum Überschusswachstum geringere Gewinnanstieg je Aktie kam nach Unternehmensangaben dadurch zu Stande, dass Aegon zuletzt neue Aktien ausgegeben hatte. Damit hatte das Unternehmen den 1,3 Mrd. Dollar steuren Kauf der Versicherungstochter DSM des US-Konzerns J.C. Penney finanziert.

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr hieß es, nach der Ausgabe neuer Aktien werde der Gewinnanstieg 2001 wahrscheinlich eher am unteren Ende der früheren Prognosen liegen. Aegon hatte seine Gewinnziele trotz einer sich abschwächenden Konjunktur noch im August angehoben, als das Unternehmen seinen Zweitquartalsbericht vorgelegt hatte. Zudem hieß es, Konzernchef Kees Storm werde im Juli 2002 in den Ruhestand gehen, nachdem er das Pensionsalter von 60 Jahren erreicht habe.

Aegon-Aktien lagen am Donnerstag im Handelsverlauf gegen einen freundlichen Trend bei europäischen Versicherungswerten mit 1,24 % im Minus bei 31 Euro. Der Sektorindex für europäische Versicherer, DJ-Stoxx-European-Insurance-Index, lag gleichzeitig mit 2,04 % im Plus. Seit den Anschlägen hatte Aegon nur rund halb soviel Einbußen verzeichnet wie der Vergleichsindex.

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