Gewinne bei General Electric stützen den Markt
An US-Börsen herrscht Sorge um Aufschwung

Nach den deutlichen Verlusten des Vortages haben sich die New Yorker Aktienmärkte am Donnerstag in engen Grenzen uneinheitlich entwickelt. Die Marktteilnehmer sorgten sich, dass der erwartete Wirtschaftsaufschwung schwächer als erhofft ausfallen könne, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. "Es scheint, dass die Leute davon überzeugt sind, dass die Erholung da ist. Die Frage ist einfach, wie stark wird sie sein", sagte James Volk, stellvertretender Leiter Institutioneller Handel bei D.A. Davidson and Co. Der Dow-Jones-Index stieg bis gegen 20 Uhr MEZ leicht um 0,14 % auf 10 516 Punkte, der technologielastige Nasdaq-Index gab 0,16 % auf 1859 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte mit minus 0,05 % auf 1153 Zählern nahezu unverändert.

Bei den Standardwerten hätten die Kursgewinne der Aktien des Mischkonzerne General Electric (GE) für Unterstützung gesorgt, hieß es auf dem Parkett. Der Kurs stieg um 0,87 % auf 40,35 Dollar. Die GE GE-Finanztochter, Capital, hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, sie habe eine weltweite Unternehmensanleihe im Volumen von elf Mrd. Dollar platziert. Damit habe sich der Konzern Finanzen zu den derzeit noch niedrigen Zinsen gesichert, sagten Händler.

Positiv habe sich bei den Blue Chips auch die erneute Bestätigung der Ertragsprognosen des Herstellers von Filmen und Kameras, Eastman Kodak, ausgewirkt. Die Aktien des Dow-Wertes stiegen 2,57 % auf 31,78 Dollar, nachdem der Konzern seine Prognose für für das erste Quartal und das Gesamtjahr zum zweiten Mal in weniger als drei Wochen bekräftigt hatte.

Chipaktien hätten dagegen die Technologiewerte zunächst vor größeren Verlusten bewahrt, sagten Börsianer. Die Titel des Zulieferers für die Chipindustrie, KLA Tencor, zogen um rund ein Prozent auf 63,90 Dollar an. Die Titel des Telekomausrüsters Lucent Technologies verloren dagegen 1,63 % auf 4,84 Dollar und waren erneut der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange.

Die Titel des Telekommunikationsunternehmens Sprint gaben 3,2 % auf 15,40 Dollar ab. Die US-Investmentbank Lehman Brothers hatte die Aktien des Konzerns auf "Market Perform" von "Buy" heruntergestuft und dies mit Sorgen über das schwache Ferngesprächsgeschäft begründet.

Die Reaktionen der Analysten auf die am Donnerstag veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Lagerbestände in den USA fiel unterschiedlich aus. Während einige den Anstieg der Bestände als Zeichen für eine schwache Nachfrage nach Produkten sahen, interpretierten andere das Plus als Signal für einen beginnenden Aufschwung, da die Firmen ihre Lager aufstockten, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden.

Die Lagerbestände der Industrie- und Handelsunternehmen in den USA sind im Januar 2002 im Vergleich zum Vormonat nach Angaben des US-Handelsministeriums um 0,2 % gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Monatsvergleich mit einem Rückgang der Lagerbestände um 0,3 % gerechnet.

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