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Gewinne im Dow Jones-Index schmelzen zusammen

Die Zugewinne des Morgens bröckeln ab. Sowohl der Dow Jones-Index als auch die Nasdaq können das Tempo nicht mehr beibehalten. Der Dow notiert auf dem Vortagesschlussstand, die Nasdaq verbessert sich immerhin noch um 0,7 Prozent.

Die am Freitag veröffentlichten Wirtschaftsdaten sind überwiegend besser als erwartet ausgefallen. So ist das Verbrauchervertrauen sehr viel stärker als erwartet gestiegen. Einen Zuwachs in dieser Höhe gab es das letzte Mal vor knapp vier Jahren. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind zwar in der vergangenen Woche - wie die Daten von heute zeigen - gestiegen. Doch waren die Befürchtungen höher. Das gilt auch für die Auftragseingänge langlebiger Güter. Sie fielen im November um 4,8 Prozent. Analysten stellten sich auf einen Rückgang um 5,5 Prozent ein.

Viele Anleger putzen ihr Depot zum Jahreswechsel heraus. So werden einerseits Aktien verkauft, um Gewinne bei Papieren zu realisieren, die in der Vergangenheit gestiegen sind. Andererseits aber wollen Investoren auch gezielt Verluste verbuchen, um diese steuermindern dem Finanzamt anzugeben. Auch die großen Fondsmanager praktizieren dieses Verfahren, nur das die Großinvestoren die Märkte noch mehr in Turbulenzen bringen. Das so genannte Windowdressing zum Ende eines Quartals lässt die Kursbarometer oft springen, ohne dass fundamentale Daten Anlass dafür geben.

America Online, der Internetbereich des Medienkonzerns AOL Time Warner, verfügt über weltweit nun mehr als 33 Millionen Internet-Abonnenten. Im Durchschnitt verbringe jeder Nutzer täglich 70 Minuten Online. "Das anhaltend robuste Wachstum was den Zugewinn neuer Abonnenten und deren tägliche Verweildauer im Internet betrifft, ebenso wie die zunehmende Popularität unseres Musik- und Unterhaltungsangebots, unterstreicht den steigenden Wert des AOL Service", so Vorstand Barry Schuler. Die Aktie steigt um rund zwei Prozent.

Laut dem Brokerhaus Robertson Stephens, verläuft das vierte Quartal für Amazon gemäß den Erwartungen des Managements. Dies ändere aber nichts an den langfristig eher trüben Aussichten. So stünden die Chancen einer deutlichen Umsatzausweitung ziemlich schlecht. Amazon notiert zwei Prozent höher. Im Internetsektor stehen ebenfalls die Aktien von Yahoo im Mittelpunkt. Henry Blodget, der einstige Star-Analyst von Merrill Lynch der in Kürze das Brokerhaus verlassen wird, äußert sich positiv zu dem Internetwert. Die Aktie sei nicht so teuer, wie es auf den ersten Blick erscheine. Das Potenzial der Aktie sei noch lange nicht ausgeschöpft - sie verteuert sich um fast fünf Prozent.

Im Chipsektor stehen wiederum die Aktien von Micron Technology (+3,6%) in den Schlagzeilen. Laut Presseberichten, könnte sich der südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor von der DRAM Sparte verabschieden und den Bereich an Micron Technology verkaufen. Durch den Verkauf solle Hynix neben einem Anteil an Micron auch Zusagen von Investitionen durch Micron in die verbleibenden Chipbereiche erhalten, heisst es weiter. Schon seit Wochen ist bekannt, dass die beiden Konzerne über die verschiedensten Formen einer Zusammenarbeit oder anderer Allianzen verhandeln. Laut Hynix hoffen beide Seiten im kommenden Monat einen Deal auf Papier gebracht zu haben.

Mit fast 60 Prozent führt Microsoft die Gewinnerliste im Dow Jones Index für 2001 an. Und auch am vorletzten Handelstag vor dem neuen Jahr kann der Konzern mit guten Nachrichten aufwarten - das bringt die Aktie in die Spitzenposition im Nasdaq-Index. Die Nachfrage für die X-Box Spielkonsole entwickelt sich gemäß den Erwartungen des Managements. Pro Woche liefert Microsoft über 100.000 X-Boxen aus. Um die Spielkonsole für die Nutzer noch interessanter zu machen, plant man bis April zehn weitere Spiele vorzustellen. Was die Anzahl an verfügbaren Spielen betrifft, habe man schon jetzt die internen Ziele übertroffen.

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