Gewinne im US-Geschäft erwartet
T-Mobile hält an Geschäftsprognosen fest

Die Mobilfunkholding der Deutschen Telekom, T-Mobile, hält an ihrer Geschäftsprognose für das laufende Jahr fest und will im US-Geschäft im kommenden Jahr vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen Gewinne erwirtschaften. "Die T-Mobile-Gruppe hält an der selbstgesteckte Prognose fest, das Ebitda im Jahr 2001 zu verdoppeln", sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Reuters BONN. Dies wären rund 2,9 Mrd. Euro. Im Rahmen der Erwartungen lägen die Ergebnisse der US-Mobilfunktochter VoiceStream. Die US-Tochter werde über das gesamte Geschäftsjahr 2002 gerechnet ein "deutlich positives Ebitda" erwirtschaften.

Bei allen Mobilfunk-Mehrheitsbeteiligungen seien das Ebitda und die Ebitda-Margen im dritten Quartal im Vergleich mit dem zweiten Vierteljahr gestiegen, erläuterte der T-Mobile-Chef. Das US-Geschäft entwickele sich sehr erfreulich. In den vergangenen drei Monaten habe VoiceStream netto rund 373 000 neue Kunden gewonnen. Davon seien fast 99 % Vertragskunden. Die Zahl der Kunden mit im Voraus bezahlten Telefonkarten sei um etwa die gleiche Zahl reduziert worden und der Durchschnittsumsatz pro Kunde liege bei mehr als 50 $ im Monat.

Auch die Entwicklung in den anderen Kernmärkten Deutschland und Großbritannien verlaufe positiv, sagte Ricke. Bei den Teilnehmerzuwächsen im Mobilfunk habe man im dritten Quartal in Deutschland und Großbritannien die führende Position eingenommen. In Deutschland sei die Ebitda-Marge im Quartal auf fast 40 % von knapp 36 % im zweiten Quartal gestiegen. Drei Viertel des gesamten Netto-Zuwachses an Mobilfunkkunden in Deutschland im dritten Quartal sei auf die deutsche Tochter T-Mobil entfallen. T-Mobil habe zudem den Vorsprung vor dem nächsten Wettbewerber bei der Zahl der Vertragskunden ausgebaut. Vertragskunden erwirtschaften in der Regel höhere Umsätze als Kunden mit im Voraus bezahlten Telefonkarten.

Ricke verwies zudem auf Einspar-Erfolge, die durch die jüngst bekannt gegebene Kooperation mit dem US-Mobilfunkanbieter Cingular und durch Verhandlungen mit den Netzwerklieferanten für die UMTS-Mobilfunktechnik erreicht worden seien. Durch eine Vereinbarung mit dem Netzwerk- Herstellern werde T-Mobile einen hohen dreistelligen Millionen- Dollar-Betrag an Investitionen einsparen. T-Mobile führt Ricke zufolge zudem Verhandlungen mit Endgeräteherstellern, um im kommenden Jahr verstärkt Geräte für mobile Datenkommunikation anbieten zu können. Mit dem UMTS-Kooperationspartner in Deutschland und Grossbritannien, British Telecom, steht T-Mobile nicht in weiteren Verhandlungen. In den Niederlanden, wo British Telecom und T-Mobile ebenfalls beide aktiv sind, würden keine Kooperationsgespräche geführt, sagte Ricke.

Die jüngsten Äußerungen von Telekom-Konzern-Chef Ron Sommer zur internationalen Expansion schwächte Ricke ab. Während Sommer in einem Zeitungsinterview gesagt hatte, die Telekom habe keine Akquisitionen vor, betonte Ricke: "Wir schließen eine Teilnahme an einer vernünftigen Konsolidierung beispielsweise in Osteuropa nicht aus." Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die die Telekom in der vergangenen Woche ihren bisherigen Anteil von 35 % an dem kroatischen Marktführer Hrvatski Telecom auf 51 % aufgestockt hat. Die Telekom verfügt zudem noch in Polen, Russland, der Ukraine oder den Niederlanden über Minderheitsbeteiligungen, die nach der Vorgabe des Konzerns in Mehrheitsbeteiligungen umgewandelt werden sollen.

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