Gewinne sprudeln trotz Konsumflaute
C&A setzt auf Expansion

Der Textileinzelhändler C&A setzt nach einer Gewinnsprung im vergangenen Geschäftsjahr auf einen weiteren Ausbau seiner Häuser im In- und Ausland. Während der gesamte textile Einzelhandel in Deutschland schrumpfe, gehe die drittgrößte Bekleidungskette den umgekehrten Weg: "Wir wachsen und expandieren", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dominic Brenninkmeyer, am Montag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

HB/dpa DÜSSELDORF. Im Geschäftsjahr 2002/03 (1. März) verdreifachte das Unternehmen trotz der Konsumflaute den Jahresüberschuss auf rund 107 Mill. Euro. Das war eines der besten Ergebnis in der Firmengeschichte von C&A. Ein Jahr zuvor hatte das Modehaus zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Beim Umsatz verbuchte C&A gegen den Branchentrend ein Plus von 2 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Europaweit lag das Volumen bei rund 5 Mrd. Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2003/04 rechnet Brenninkmeyer mit einer stabilen Entwicklung von Umsatz und Ertrag. Insgesamt will C&A mit seinen 16 500 Beschäftigten im Inland im laufenden Jahr eine Summe von 150 Mill. Euro investieren. Geplant seien unter anderem weitere Modernisierungen und die Eröffnung von 37 weiteren so genanten Kid Stores. In Europa, wo C&A rund 30 000 Menschen beschäftigt und rund 540 Häuser betreibt, sieht Brenninkmeyer vor allem in Spanien und Frankreich sowie in Tschechien und Ungarn Expansionsmöglichkeiten.

Von den veränderten Ladenschlusszeiten versprechen sich die Düsseldorfer mehr Umsätze. "Es wird kein Flop", zeigte sich der C&A - Chef zuversichtlich. Es werde zwar von den Konsumenten nicht mehr ausgegeben, aber Anteile würden sich von einem auf den anderen Wettbewerber verschieben. Am kommenden Samstag seien alle C&A-Häuser bis um 20.00 Uhr geöffnet, kündigte Brenninkmeyer an. An dem darauf folgenden Wochenende sollen es noch zwei Drittel sein. Endgültig entscheiden wolle C&A nach dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

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