Gewinneinbruch erwartet
Regierungspläne sitzen Sanacorp im Genick

Der Münchener Arzneimittelhändler Sanacorp rechnet wegen der Sparpläne im Gesundheitswesen für das laufende Jahr mit einem Gewinnrückgang von 40 bis 60 %.

Reuters MÜNCHEN. Der Vorstand gehe davon aus, dass sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2003 auf zwölf bis 18 (Vorjahr: 30,9) Mill. ? reduzieren werde, teilte das Unternehmen aus Planegg bei München am Dienstag mit. Als Grund nannte der Pharmahändler das am 1. Januar in Kraft getretene Beitragssatzsicherungsgesetz. Das vom Bundestag Ende vergangenen Jahres verabschiedete Gesetz verpflichtet Apotheken und den Arzneimittel-Großhandel zu Rabatten zu Gunsten der gesetzlichen Krankenversicherung.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Januar drei Eilanträge gegen das Gesetz zurückgewiesen. Den Antragstellern, darunter auch der Konkurrent Gehe, entstünden durch das Beitragssatzsicherungsgesetz keine wesentlichen wirtschaftlichen Nachteile, hatte das Gericht entschieden. Eine Blockade des Gesetzes brächte das finanzielle Gerüst der gesetzlichen Krankenkassen ins Wanken, hieß es zudem. Das Hauptverfahren über die Verfassungsbeschwerden steht noch aus.

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