Gewinneinbruch verhindert
Steigende Ölpreise helfen Shell auf die Sprünge

Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell hat 2002 einen massiven Gewinneinbruch dank höherer Ölpreise zum Jahresende verhindern können.

HB/dpa LONDON. Der Gewinn für das gesamte Geschäftsjahr fiel um 23 Prozent auf 9,21 Milliarden Dollar (8,53 Mrd Euro), im vierten Quartal verbesserte sich das Ergebnis jedoch um 46 Prozent auf 2,78 Milliarden Dollar. Das teilte Shell am Donnerstag in London mit. Die angespannte Lage in Venezuela und im Irak hatten den Ölpreis während dieser Zeit durchschnittlich um 38 Prozent binnen Jahresfrist steigen lassen.

"Die Entwicklung des Rohölpreises ist höchst unsicher", sagte der Chef der Royal Dutch/Shell-Gruppe, Philip Watts. Es seien wegen der unsicheren internationalen Lage weiterhin große Schwankungen zu erwarten. Shell konnte bei der Förderung von Öl 2002 um sechs Prozent zulegen, leidet aber an den sinkenden Margen für Öl-Produkte. Die robuste Aufstellung der Gruppe werde sich aber gerade in schwierigen Zeiten bewähren, meinte Watts. "Shell ist enorm widerstandsfähig gegenüber niedrigen Ölpreisen und gut positioniert, falls der Ölpreis steigt." Die Produktion könne unter normalen Bedingungen jährlich um drei Prozent zulegen.

Shell hatte im vergangenen Jahr vier große Akquisitionen getätigt, zu denen Enterprise Oil und die deutsche DEA gehörten. Andere Bereiche sollen Stück für Stück im Volumen von insgesamt zwei Milliarden Dollar abgestoßen werden. Das Ziel, 2002 Kosten von 500 Millionen Dollar einzusparen, sei um 100 Millionen Dollar übertroffen worden. In diesem und dem kommenden Jahr sollen die Kosten um jeweils weitere drei Prozent gedrückt werden. Die Dividende für die Aktiengesellschaften Royal Dutch Petroleum und Shell Transport werde um 3,6 Prozent beziehungsweise 3,0 Prozent angehoben.

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