Gewinneinbußen bei Tele-Danmark-Tochter
Talkline will ins UMTS-Geschäft

Die Telefongesellschaft Talkline will ins UMTS-Geschäft einsteigen. Die Tochter der Tele Danmark verhandelt mit mehreren der UMTS-Lizenznehmer, um künftig Netzkapazitäten zu kaufen und unter eigenem Namen vermarkten zu können.

slo HANNOVER. Bisher ist das Talkline ein reiner Service-Provider. Das Unternehmen fungiert als Vertriebsschiene für D2 Vodafone, T-Mobil und E-Plus. Künftig will Talkline als virtueller Netzbetreiber eigene Produkte entwickeln und verkaufen. "Wir wollen unseren Anteil an der Wertschöpfungskette vergrößern", sagte Talkline-Chef Klaus Rasmussen.

Das setzt voraus, dass die UMTS-Netzbetreiber als Großhändler auftreten und ihre Netze öffnen. Um die enormen Lizenz- und Infrastrukturinvestitionen wieder hereinzuholen, wollen die Lizenznehmer zwar einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung im eigenen Haus behalten. Service-Provider und virtuelle Netzbetreiber machen ihnen einen Teil des Kuchens streitig. Andererseits bringen sie zusätzliche Kunden und höhere Umsätze. Experten des Marktforschungsinstituts Durlacher sagen den Unternehmen daher eine Renaissance voraus.

Der größte Service-Provider in Deutschland Debitel mit 6,3 Millionen Kunden hat seinen Schritt ins UMTS-Geschäft fast besiegelt und einen Vorvertrag mit D2 Vodafone über den Verkauf von UMTS-Diensten geschlossen. Debitel war bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen bei einem Gebot von 10 Mrd. DM ausgestiegen. Der zweitgrößte Service-Provider Mobilcom hat mit Unterstützung seines Großaktionärs France Télécom eine eigene Lizenz ersteigert. Talkline hatte sich schon vor der Auktion zurückgezogen. Das Unternehmen hat 1,5 Millionen Mobilfunkkunden. Der Handy-Boom im vergangenen Jahr hat Talkline aufgrund der hohen Gerätesubventionen einen Gewinneinbruch beschert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von 50 auf 37 Mill. Euro gefallen, teilte Talkline mit.

Als einer der künftigen UMTS-Netzbetreiber hat Viag Interkom eine weitgehende Öffnung der eigenen Netze angekündigt. Das Unternehmen will mit Partnern zusammenarbeiten, die eigene Kunden haben und die Interkom-Infrastruktur nutzen wollen. Bisher hat Interkom sich darauf konzentriert, Endkunden exklusiv zu betreuen.

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