Gewinnerwartungen übertroffen
Europas Pharmakonzerne trotzen der Krise

Billigere Nachahmerprodukte und der schwache Dollar haben bei den größten europäischen Pharmakonzernen im ersten Quartal deutlich weniger Spuren hinterlassen als von Analysten erwartet.

Reuters LONDON. Die Nummern Eins und Zwei am europäischen Markt, Glaxo-Smith-Kline und Astra-Zeneca, sowie die deutsch-französische Aventis wiesen am Mittwoch Gewinne aus, die deutlich über den Prognosen der Experten lagen. Die Aktien der Unternehmen reagierten mit kräftigen Kursgewinnen.

Analysten hatten sich wegen der wachsenden Konkurrenz durch billigere Nachahmermedikamenten und der Dollar-Kursverluste, die die Einnahmen aus den US-Geschäften der europäischen Unternehmen schmälern, auf ein schwieriges erstes Quartal für die großen Pharmakonzerne eingestellt. Bei der britisch-schwedischen Astra-Zeneca erwarteten sie einen Gewinnrückgang um mehr als 20 %. Das Unternehmen schaffte es aber, den Rückgang auf zwei Prozent zu begrenzen und wies für das erste Quartal bei einem leicht gestiegenen Umsatz von 4,74 Mrd. Dollar einen Gewinn vor Steuern von 1,29 Mrd. Dollar aus.

Glaxo und Aventis konnten sogar ihre Gewinne steigern und zwar deutlich stärker als von Analysten erwartet. Der Vorsteuer-Gewinn von Glaxo erhöhte sich um elf Prozent auf 1,77 Mrd. Pfund (rund 2,55 Mrd. ?), während Aventis netto 485 (430) Mill. ? verdiente.

Alle drei Unternehmen bekräftigten zudem ihre Gewinnprognosen für das Jahr 2003. Sie betonten aber, bei den aktuellen Wechselkursen würden ihre Erträge auch im Gesamtjahr geschmälert. Die Aktien der drei Unternehmen reagierten mit kräftigen Kursanstiegen auf die Quartalszahlen. Der Kurs der Glaxo-Aktien stieg um 2,85 % auf 12,64 Pfund, Astra-Zeneca-Titel gewannen 3,54 % auf 24,60 Pfund, und Aventis-Papiere kletterten um 4,10 % auf 45,70 ?.

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