Gewinnhoffnungen lange nicht erfüllt
Graphit Kropfmühl: Ambitioniertes Ziel

Neue Besen kehren gut. Das sagte sich auch die Börse und schickte den Kurs von Graphit Kropfmühl im Juni von 14,00 auf 16,40 Euro. Innerhalb der Rangliste der Relativen Stärke preschte der Titel damit von Platz 109 auf Rang 31 vor.

DÜSSELDORF. Die Börse traut dem Unternehmen nach der enttäuschenden Kursentwicklung der vergangenen beiden Jahre jetzt offenbar zu, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dazu beitragen soll die kürzliche Erweiterung des Vorstands. Dem bisherigen Alleinvorstand Martin Ebeling werden Hans-Detlef Antel (Aufgabenbereich Silizium-Metallsparte) und Werner Handl (Marketing/Vertrieb, Forschung/Entwicklung Graphitsparte) zur Seite gestellt.

Die ursprünglich auf den Abbau von Graphit spezialisierten Bayern wagten den Schritt zum Anbieter von High-Tech-Produkten auf Grafitbasis, etwa für aufladbare Computerspeicher und Brennstoffzellen. Ein Durchbruch bei der Brennstoffzellentechnik könnte für zusätzliche Kursfantasie sorgen. Aber vor allem die Gewinnhoffnungen erfüllten sich lange nicht. Im Vorjahr brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erheblich ein. Ursache waren Preisrückgänge, hohe Anlaufkosten in Asien und Investitionen für Neuentwicklungen. Sie sollen sich nun auszahlen und 2003 ein Ebit von fünf Millionen Euro bringen - "ambitioniert, aber möglich", so Jens Jung von Independent Research. Das Unternehmen schüttet für 2001 eine Dividende von 0,70 Euro aus. Das ergibt zum Zahltag 28. Juni 4,2 Prozent Rendite.

Quelle: Wirtschaftswoche

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