Gewinnmitnahmen an der Züricher Börse
Schweizer Aktien auf Konsolidierungskurs

Die Schweizer Aktien haben am Dienstag nach einer etwas festeren Eröffnung einen Konsolidierungskurs eingeschlagen.

rtr ZÜRICH. Händler sagten, angesichts fehlender Anschlusskäufe hätten die Marktteilnehmer begonnen, Gewinne mitzunehmen. Zudem liessen die US-Aktien-Futures eine schwächere Tendenz in den USA erwarten. "Und da will keiner der letzte sein", sagte ein Händler.

Der SMI notierte um 10.30 Uhr um 0,05 Prozent höher auf 6442,7 Punkten. Händler bezweifelten, ob der SMI die Hürde bei 6450 Punkten so rasch überwinden könnte. "Wir haben uns schon des öfteren hier den Kopf gestossen", sagte ein Händler. Dafür bräuchte es breite Anschlusskäufe, hiess es.

Der breite SPI war um 0,09 Prozent höher auf 4397,48 Zähler. Der SWX New Market verlor 1,07 Prozent auf 590,2 Zähler.

Gewinnmitnahmen auf breiter Front

Aktien, die am Vortag kräftig gestiegen waren, litten laut Händlern unter Gewinnmitnahmen. So sackten ABB um 2,5 Prozent ab auf 13,95 sfr. Auch Chemiewerte und andere Vetreter zyklischer Branchen schwächten sich etwas ab. Dazu gehörten etwa Holcim, Ciba oder Unaxis. Weiter auf Höhenflug aber waren Clariant.

Die Aktien von Kudelski litten unter der Gewinnwarnung von Pace Micro, die darauf um über 50 Prozent einbrachen. Pace Micro sei in einem ähnlichen Bereich tätig wie Kudelski. "Man muss das aber genau ansehen. Was sind die Probleme? Unter Umständen sind die Probleme des einen von Vorteil für den anderen", sagte ein Händler. Kudelsi sanken zunächst auf 84,60 sfr und erholten sich dann auf 88 sfr, was noch ein Minus von gut zwei Prozent darstellt.

Während SEZ, Micronas und Kaba kräftig zulegten, verloren sich Mikron und Logitech.

In Swisslog ging das Auf und Ab weiter. Sie stiegen vier Prozent auf 24,50 sfr. Swisslog prüft Devestitionen und Joint Ventures zum Abbau der Verschuldung und der Stärkung der Bilanz. Kapitalmarktmaßnahmen wie eine Kapitalerhöhung seien nicht geplant. Auch Joint Ventures würden geprüft, erklärte das Unternehmen. 2001 erzielte das Unternehmen einen Verlust von 27,0 (Vorjahr Verlust 22,1) Millionen sfr.

Die Finanzwerte tendierten etwas freundlicher. Händler verwiesen nochmals auf den überraschenden Einstieg der Rabobank bei Sarasin . Dies dürfte zu einer Neuverteilung der Karten in der Branche führen, hiess es. "Allgemein wird nun das grosse Reinemachen erwartet", sagte ein Händler.

CS Group setzten die Erholung um über ein weiteres Prozent auf 62,60 sfr fort. Händler sprachen von Deckungskäufen und wiesen auf die Enron-Problematik hin. Bär rückten 1,6 Prozent vor.

Die St.Galler Kantonalbank steigerte im vergangenen Jahr den Gewinn um 4,3 Prozent auf 92,8 (Vorjahr 89) Millionen sfr. Das Betriebsergebnis sank auf 113,2 (130) Millionen sfr. Für 2002 wird eine Steigerung des Bruttogewinns erwartet. Die Aktie sank 0,7 Prozent auf 178 sfr.

SIG legten 3,5 Prozent zu auf 175 sfr. Die Verpackungsfirma hat im letzten Jahr einen Gewinn von 52 (Vorjahr 129) Millionen sfr erzielt. Auf vergleichbarer Basis sei das Vorjahresergebnis gehalten worden. Für 2002 erwartet der Konzern akquisitionsbedingt eine weitere Umsatzsteigerung um etwa 20 Prozent und ein überproportional höheres Betriebs und- Unternehmensergebnis.

Sia Abrasives verzeichnete 2001 einen Rückgang des Konzerngewinns um zehn Prozent auf 15,1 (Vorjahr 16,8) Millionen sfr. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern einen Umsatzanstieg von sechs bis zehn Prozent. Die Aktie gewann ein Prozent auf 178 sfr.

Die im Gesundheitssektor tätige Asklia verzeichnete 2001 einen Verlust von 42,7 Millionen sfr nach einem Verlust von 4,8 Millionen sfr im Vorjahr. Der Umsatz sank um 18 Prozent auf 107,9 Millionen sfr. Asklia waren stabil auf 270 sfr.

Die defensiven Nestle, Novartis und Roche waren gehalten bis etwas schwächer.

Während die Aktien der Medizinaltechnikfirma Oridion drei Prozent sanken, legten SHL 1,6 Prozent zu. Oridion verzeichnete im Jahr 2001 einen Verlust von 11,6 (Vorjahresverlust 6,4) Millionen Dollar. Der Umsatz belief sich auf 10,4 (Vorjahr 10,3) Millionen Dollar.

SHL steigerte im Jahr 2001 den Gewinn auf 12,1 (Vorjahr 1,18) Millionen Dollar. Der Umsatz stieg auf 30,6 (19,5) Millionen Dollar.

Schwächer waren auch Actelion und Biomarin. Pragmatica büsste über einen Viertel ein.

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