Gewinnmitnahmen belasten die Technologiebörse Nasdaq
Dow Jones startet fester in die Börsenwoche

Die New Yorker Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt uneinheitlich geschlossen. Während der Index der Standardwerte, der Dow Jones, am Ostermontag zum Handelsschluss wieder leicht ins Plus drehte, ging das Technologie-Börsenbarometer Nasdaq deutlich belastet aus dem Handel. Analysten führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück. Außerdem hätten Sorgen um weitere, möglicherweise die Erwartungen enttäuschende Unternehmenszahlen den Markt belastet.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 0,31 Prozent fester bei 10 158,56 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,32 Prozent auf 1 179,68 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 2,64 Prozent auf 1 909,57 Zähler nachgab.

Im Technologiesektor gehörten insbesondere die Aktien des Chipherstellers Intel zu den Verlierern, die 6,47 Prozent auf 26,29 Dollar einbüßten. Zuvor hatte das Investmenthaus Morgan Stanley die Gewinnprognose für das Unternehmen nach unten korrigiert. Ebenfalls im negativen Sog schlossen die Papiere des Netzwerkausrüsters Juniper Networks, die sich rund 4 Prozent auf 48,38 Dollar ermäßigten. Am letzten Handelstag der Vorwoche habe das Unternehmen positive Gewinnzahlen vorgelegt, aber die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurückgeschraubt, hieß es. Im Einklang mit dem negativen Trend an der Nasdaq verzeichneten Broadcom Verluste von 6,33 Prozent auf 33,14 Dollar.

Unter den Standardwerten gerieten insbesondere Finanzwerte unter Abgabedruck, nachdem drei führende Banken- und Finanzhäuser schwache Gewinnzahlen nach Kredit- und Investmentverlusten wegen der sich abkühlenden US-Konjunktur präsentiert hatten. Zudem schwinde die Hoffnung auf eine sehr deutliche Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed, hieß es bei Börsianern.

Die Titel des größten US-Finanzdienstleisters Citigroup Inc. verloren 0,74 Prozent auf 46,95 Dollar. Die Citigroup verzeichnete nach eigenen Angaben in ihrem Auftaktquartal beim Betriebsergebnis einen Rückgang von 7 Prozent auf 3,66 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie habe sich auf 71 Cents von 76 Cents verschlechtert, hieß es.

Auch die Aktien der drittgrößten Bankengruppe der USA, Bank of America Corp., gerieten unter Druck und verbilligten sich um rund 1 Prozent auf 52,45 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen wegen Kreditausfällen und Investitionsverlusten für sein erstes Quartal einen Gewinnrückgang von 17 Prozent gemeldet.

Mit Verlusten schlossen auch die Aktien der landesweit sechstgrößten Bankengruppe First Union Corp., die 2,26 Prozent auf 31,20 Dollar abgaben. Zuvor hatte das Unternehmen einen 30-prozentigen Rückgang seiner Quartalsgewinne bekannt gegeben, was von Analysten allerdings auch so erwartet worden war. First Union gaben zudem den Kauf ihrer Konkurrentin Wachovia Corp im Wert von 13,4 Milliarden Dollar per Aktientausch bekannt. Wachovia legten daraufhin mehr als 3 Prozent auf 62,05 Dollar zu. Abschläge von 2,89 Prozent auf 60,55 Dollar verzeichneten auch die Aktien des Investmenthauses Merril Lynch.

An der New York Stock Exchange wechselten am Ostermontag rund 900 Millionen Aktien den Besitzer, dabei schlossen 1 746 Aktien im Minus, 1 296 im Plus und 214 unverändert. Bei Umsätzen von rund 1,55 Milliarden Aktien überwogen an der Nasdaq 2 268 Verlierer 1 590 Gewinner, während 418 Titel unverändert schlossen.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt 1/32 im Minus und erbrachten eine Rendite von rund 5,69 Prozent.

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