Gewinnmitnahmen belasten
Wall Street schließt schwächer

Nach einem wechselvollen Handelsverlauf schloss die Wall Street deutlich im Minus.

reuters/ap NEW YORK. Der New Yorker Aktienmarkt hat zum Wochenbeginn am Montag mit Verlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte verlor 75,96 Punkte und schloss bei 8.368,04. Der breiter gefasste S&P-Index verlor 0,8 Prozent auf rund 890 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 15,37 Punkte auf 1.315,76. In der Liste überwogen die mit Verlust gehandelten Aktien die Kursgewinner im Verhältnis acht zu fünf.

Als Grund nannten Händler vor allem Gewinnmitnahmen. Die Anleger sorgten sich, dass die im Wochenverlauf erwarteten US-Konjunkturdaten ein weiter schwaches Wirtschaftswachstum signalisieren könnten, so ein Marktbeobachter. Der Markt brauche nach dem Anstieg außerdem Zeit für eine Konsolidierung. Außerdem wurde der Irak-Konflikt wieder stärker als Belastung empfunden. Auf der anderen Seite schwinden die Befürchtungen vor einer Bankenkrise. Titel wie American Express und JP Morgan liefen daher relativ gut. Aber auch einige Technologietitel, vor allem Hewlett Packard, zeigten Stärke. Cisco wurde nach einer Herabstufung durch Morgan Stanley allerdings mit großen Umsätzen verkauft. Der Pharmakonzern Merck erwies sich als Stütze der Standardwerte.

Besser als erwartet ausgefallene Bilanzen hatten den S&P-500-Index in den vergangenen drei Wochen um rund 15 Prozent klettern lassen. Analysten sagten jedoch, die besseren Quartalsergebnisse seien bereits weitgehend in den Kursen enthalten. "Die Anleger sind besorgt, dass die Kurse nach dem Anstieg der vergangenen drei Wochen anfällig für eine Korrektur sind. Die Nachrichten von den Bilanzen waren besser als erwartet, aber wir haben davon bereits profitiert, und jetzt konzentriert man sich auf die in dieser Woche anstehenden Zahlen", sagte Eric Barden von Texas Capital Value Funds. Charles White, President von Avatar Associates, sagte: "Wir waren etwas überkauft und brauchen Zeit, die Gewinne zu verdauen. Die Fundamentaldaten rechtfertigen den Aufwärtstrend nicht."

In dieser Woche werden unter anderem die Arbeitsmarktdaten für Oktober und der Index zum US-Verbrauchervertrauen des Conference Board erwartet. Händler sagten, die Anleger befürchteten, dass der am Dienstag erwartete Index ein schwindendes Vertrauen der US-Bürger in die Wirtschaftsentwicklung ihres Landes signalisieren könnte.

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