Gewinnmitnahmen vorhergesagt
Deutsche Aktien etwas schwächer erwartet

Gewinnmitnahmen nach den Zuwächsen in der vergangenen Wochen könnten nach Einschätzung von Händlern die deutschen Aktienwerte am Montag mit leichten Kursverlusten in die Sitzung starten lassen.

vwd/rtr FRANKFURT. "Einige Titel sind ganz deutlich überkauft", sagte Aktienhändler Oliver Hauer von M.M. Warburg und verwies dabei auf die Aktien von Siemens und Allianz. Siemens hatten in der vergangenen Woche mehr als 13 Prozent zugelegt, Allianz-Papiere waren um mehr als sechs Prozent gestiegen. Die Stimmung am Markt sei aber unverändert gut, sagte eine Händlerin. "Deswegen dürften Gewinnmitnahmen auch nur zu kurzen Rücksetzern führen", fügte sie hinzu. Anlegerinteresse dürften die Aktien von BMW auf sich ziehen. Der Autobauer will nach Angaben von Analysten am Montagnachmittag Geschäftszahlen vorlegen.

Vorbörslich berechnete die Citibank den Deutschen Aktienindex (Dax) mit 5342 Punkten, nach einem Schluss von 5359 Zählern am Freitag. Die Indikationen der Deutschen Bank lagen bei 5340 Zählern, das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Index bei 5341 Punkten. In den vergangenen fünf Handelstagen hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer mehr als vier Prozent zugelegt.

Die Indikationen der Citibank für den Nemax50 lagen vor Handelsbeginn bei 1 072 Punkten, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes bei 1 073 Zählern aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz berechnete den Nemax 50 mit 1 078 Punkten.

An den Börsen in New York waren die Aktien am Freitag ebenfalls mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten und optimistische Prognosen großer Technologieunternehmen hatten die Nasdaq um 2,55 Prozent auf 1 929 Zähler steigen lassen. Der Standardwerte-Index Dow Jones stieg bis Handelsschluss um 0,45 Prozent auf 10 572 Punkte.

In den Fokus der Anleger dürften nach Angaben von Börsianern am Montag die Aktien von BMW rücken. Der Münchener Autobauer will nach Einschätzung von Analysten am Nachmittag Geschäftszahlen vorlegen. Siebzehn von Reuters befragte Analysten sehen den Gewinn 2001 im gewöhnlichen Geschäft nach HGB-Rechnungslegung im Durchschnitt bei 2,78 Milliarden Euro.

Die am Neuen Markt gelistete Biotechnologiefirma MorphoSys hat am Morgen indes für das vergangene Geschäftsjahr 2001 einen Verlust von 6,5 Millionen Euro ausgewiesen und damit die Analystenerwartungen verfehlt. Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz gab die Aktie um mehr als zwei Prozent auf rund 45 Euro nach.

Bei hohen Umsätzen zogen die Aktien des Online-Brokers Consors vorbörslich bei Lang & Schwarz um mehr als zwölf Prozent auf 14,20 Euro an. Ein Händler verwies auf einen Medienbericht, wonach die französische Bank BNP Paribas deutlich mehr als den derzeitigen Marktpreis für die Consors-Aktie zahlen wolle. Der Discount-Broker steht derzeit zum Verkauf. Beim Unternehmen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

REUTERS

Trendumfrage: Dax nahezu unverändert erwartet

Nahezu unverändert erwarten Händler den Dax zum Wochenauftakt am Montag. Einer vorbörslichen Umfrage unter sieben Marktteilnehmern zufolge steht der Dax um 20.00 Uhr bei 5 364 Punkten nach 5 360 Punkten zum Handelsschluss am Freitag. Dabei gehen vier der Befragten von steigenden und zwei von fallenden Kursen aus. Einer erwartet einen unveränderten Schlusstand. Die Bandbreite der Schätzungen liegt zwischen 5 330 und 5 390 Punkten.

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