Gewinnprognose wird womöglich gesenkt
Linde-Chef dämpft die Erwartungen

Der Industriegase- und Anlagenbau-Konzern Linde hat wie bereits schon vor wenigen Wochen ein Abrücken von seinen Ergebniszielen für 2003 angesichts der Konjunkturschwäche und des schwachen Dollars angedeutet.

Reuters MÜNCHEN. Zwar erwarte Linde im Jahr 2003 noch eine leichte Umsatzsteigerung, sagte der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandschef Wolfgang Reitzle auf seiner ersten Linde-Hauptversammlung. "(Wir) müssen aber unsere ehrgeizigen Ergebnisziele gegebenenfalls dem veränderten Umfeld anpassen", fügte er hinzu. Die anhaltende Wirtschaftsschwäche sei in dieser Dimension nicht absehbar gewesen. Im größten und bei weitem ertragsstärksten Konzernbereich Gase und Engineering erwarte Linde im laufenden Jahr keine Ergebnisverbesserung, sagte Reitzle den Aktionären.

Bereits Mitte Mai war Linde von seiner ursprünglichen Prognose eines spürbar verbesserten operativen Gewinns abgerückt und hatte erklärt, es sei nun schwieriger geworden, den Gewinn überhaupt zu steigern.

Das Wiesbadener Unternehmen macht vor allem die schleppende Inlandskonjunktur und den niedrigen Dollarkurs für die schwachen Erträge verantwortlich. "Zurzeit deutet nichts darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage sich erholt", sagte Reitzle. "Das Gegenteil ist der Fall: Deutschland ist am Rande der Rezession, gleichzeitig ist der Wert des Euro zum US-Dollar in den letzten Monaten erneut um fast zehn Prozent gestiegen." Daneben belasteten die Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS das Asiengeschäft.

Die im Dax notierte Linde-Aktie wurde am Dienstagvormittag nach Reitzles Äußerungen um 1,5 % schwächer mit 28,90 ? gehandelt. Vorher hatte sie im Plus notiert.

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