Gewinnrückgang im ersten Quartal
Merrill Lynch bleibt skeptisch

Geringere Einnahmen aus dem Wertpapierhandel und die Schwäche im Investmentbanking haben dem US-Bankhaus Merrill Lynch & Co.im ersten Quartal einen Gewinnrückgang beschert. Das Quartalsergebnis lag aber leicht über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Zum Marktumfeld in der näheren Zukunft äußerte sich Merrill Lynch am Mittwoch vorsichtig.

Reuters NEW YORK. Der Gewinn sei im ersten Vierteljahr 2002 auf 647 Millionen Dollar (rund 729 Millionen Euro) oder 67 Cent je Aktie gesunken, nach 874 Millionen Dollar oder 92 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum, teilte die Bank weiter mit. Analysten hatten einer Umfrage von Thomson Financial/First Call zufolge im Schnitt mit 65 Cent Gewinn je Aktie gerechnet. Die Netto-Erträge gingen um 21 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zurück. Allein die Erträge aus den Handelsaktivitäten brachen um 49 Prozent ein.

Hinsichtlich des kurzfristigen Marktumfelds bleibt das Merrill-Management eigenen Angaben nach vorsichtig. Grundsätzlich sehe man sich aber gut aufgestellt, hieß es in einer Erklärung von Konzernchef David Komansky. Im ersten Quartal hatte Merrill weitere 1000 Stellen abgebaut und damit seine Mitarbeiterzahl auf 56.400 reduziert.

Im vergangenen Jahr hatte das Institut mit einer einschneidenden Restrukturierung auf die Branchenschwäche reagiert und dabei bereits rund 15.000 Stellen abgebaut. Im Schlussquartal 2001 hatte das Bankhaus wegen Restrukturierungskosten seinen ersten Quartalsverlust seit 1998 verbucht.

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