Gewinnschwelle soll 2001 erreicht werden
Icon Medialab zieht Internetwerte nach unten

Die Aktien von Icon Medialab sind nach einer Gewinnwarnung für das vierte Quartal erneut unter Druck geraten und haben den gesamten Sektor belastet. In Stockholm brachen die Aktien des Internet-Beraters bis 11.00 Uhr um 30,74% auf 18,70 SEK ein, in Frankfurt wurden mit 2,45 Euro 30,00% weniger als am Vortag bezahlt.

dpa-afx STOCKHOLM. Bei den Mitbewerbern Icons verloren Framtidsfabriken 15,87% auf 10,60 SEK, Cell Network sackten um 5,06% auf 15,00 SEK nach unten.

Icon hat am Morgen eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal ausgesprochen. Demnach rechne das Internet-Unternehmen mit einen operativen Verlust von 50 Mio. SEK im vierten Quartal. Hierbei seien Abschreibungen auch auf den Geschäftswert und Restrukturierungskosten noch nicht enthalten. Diese dürften sich nach Angaben von Icon zusätzlich auf 30 bis 40 Mio. SEK belaufen. Der Umsatz soll in dem Zeitraum im Vergleich zum dritten Quartal um 12% auf 540 Mio. SEK steigen.

Im Rahmen der Integration neuer Büros und übernommener Unternehmen in Kopenhagen und London seien die unerwartet hohen Kosten angefallen, teilte Icon weiter mit. In London und Kopenhagen seien dabei 100 Arbeitsplätze weggefallen. Die Akquisitionen der Unternehmen sind aufgrund deutlicher Personalüberhänge nicht schnell genug zur Effizienz gelangt und habe Icon damit zu der Gewinnwarnung veranlasst, sagte Thomas Nisters, Pressesprecher von Icon in Hamburg. Das Unternehmen sehe die Restrukturierungen nun aber als ausreichend an, um sich erfolgreich für das Geschäftsjahr 2001 zu positionieren - weitere Entlassungen seien nicht geplant.

Icon Medialab bekräftigte daher die Ankündigung, im Geschäftsjahr 2001 profitabel zu werden. Aufgrund des Kompetenz-Mixes bei den Beratern sind wir davon überzeugt, dass wir marktgerecht positioniert sind, so Nisters. Die aktuelle Liquidität des Unternehmens sei mehr als ausreichend, um die Restrukturierung und weitere Expansion voranzutreiben. Bei der Expansion wolle sich Icon vor allem auf den lateinamerikanischen Markt konzentrieren, erklärte der Pressesprecher weiter. Damit dürfte Icon wieder zu positiven Cash-Flows aus dem operativen Geschäft zurückgelangen.

Unter den derzeitigen Umständen und in der vorgeschlagenen Form könne des weiteren das geplante Übernahmeangebot an die Aktionäre von Boathouse - einer Holding für die Anteile von Icon Medialab Asien - nicht aufrechterhalten werden. Die Transaktion werde zurückgezogen. Ursprünglich sei Nisters zufolge ein Kurs der Icon-Aktien von 50 SEK zugrundegelegt worden, so dass bei den aktuellen Marktverhältnissen eine Übernahme keinen Sinn mehr mache.

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