Gewinnschwelle soll 2003 erreicht werden: Ericsson will an Handys festhalten

Gewinnschwelle soll 2003 erreicht werden
Ericsson will an Handys festhalten

Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson will weiter an seiner zusammen mit der japanischen Sony betriebenen Handysparte Sony Ericsson festhalten. "Es gibt einen strategischen Nutzen im Zusammenspiel von Netztechnik und Handys", erklärte jetzt der neue Ericsson-Chef Carl-Henrik Svanberg.

HB STOCKHOLM. Allerdings schränkte er ein, dass das Joint Venture rentabel werden müsse. "Ich halte es aber für realistisch, dass wir in diesem Jahr die Gewinnzone erreichen können", sagte Svanberg, der gestern die Nachfolge von Kurt Hellström als Ericsson-Chef antrat. Sony Ericsson hat derzeit einen Handy-Weltmarktanteil von nur noch etwa 6 %. Weltmarktführer Nokia dagegen kommt auf rund 37 %.

Der schwedische Konzern befindet sich seit zwei Jahren in einer tiefen Krise, die durch den Investitionsstau bei vielen Telekom-Gesellschaften ausgelöst wurde. Ericsson musste im vergangenen Jahr sogar 30 Mrd. Kronen (3,3 Mrd. Euro) an frischem Kapital über eine Neuemission hereinholen. "Das Geld reicht. Wir haben die Zeit, die wir benötigen, um wieder schwarze Zahlen schreiben zu können", sagte Svanberg. Er reagierte damit auf die Aussagen mehrerer Analysten, die davon ausgehen, dass Ericsson eine weitere Kapitalspritze benötigt.

Svanberg dagegen ist optimistisch, dass der Gesamtkonzern in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Falls nicht, will er weitere Sparmaßnahmen nicht ausschließen. Der Konzern hat bereits die Kosten in den vergangenen zwei Jahren um rund 50 Mrd. Kronen reduziert.

Svanbergs Vorgänger, Kurt Hellström, betonte auf der Hauptversammlung des Konzerns, dass er für 2003 weiterhin ein Minuswachstum bei Mobilfunknetzen von etwa 10 % erwarte. Ericsson macht rund 80 % seines Umsatzes mit Netztechnik.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent
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