Gewinnsprung von 47 Prozent
Amgen übertrifft Erwartungen

Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen hat dank hoher Umsätze mit seinen Krebs- und Arthritis-Medikamenten den Gewinn im zweiten Geschäftsquartal um 47 % gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Zugleich revidierte das Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzprognose für 2003 nach oben.

Reuters LOS ANGELES. Amgen-Aktien reagierten nachbörslich mit einer Kurssteigerung auf 70,08 Dollar, nachdem sie an der Nasdaq mit 68,93 Dollar um 0,22 % niedriger geschlossen hatten.

Der Netto-Gewinn sei auf 607 Mill. Dolar oder 45 Cent je Aktie von 412 Mill. Dollar oder 38 Cent pro Anteilschein vor einem Jahr gesteigert worden, teilte der im kalifornischen Thousend Oaks ansässige Konzern mit. Ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Konkurrenten Immunex und andere Einmalaufwendungen hätten der Gewinn je Aktie 49 Cent betragen und damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 46 Cent übertroffen. Für das Gesamtjahr erhöhte Amgen die Gewinnerwartung auf 1,85 bis 1,95 Dollar je Aktie von zuvor 1,80 bis 1,90 Dollar.

"Langfristig ist das einer der besten Namen der Branche. Der Cash Flow ist erstaunlich", kommentierte Mike King, Analyst bei Banc of America Securities, das Ergebnis.

Die Produktumsätze seien in den drei Monaten um 72 % auf 1,9 Mrd. Dollar gesteigert worden, teilte Amgen weiter mit. Die Expansion sei beschleunigt worden durch die Übernahme von Immunex vor einem Jahr, die Amgen auch das Arthritis-Medikament Embrel beschert habe. Zudem seien dadurch auch höhere Umsätze mit dem Mittel gegen Blutarmut, Epogen und Medikamenten zur Stärkung des Immunsystems von Chemotherapiepatienten erzielt worden.

Die internationalen Erlöse seien sogar um 142 % gesteigert worden, teilte Amgen mit. Der Zuwachs wäre allerdings ohne die positiven Auswirkungen der Wechselkursveränderungen mit 102 % geringer ausgefallen.

Für das Gesamtjahr erhöhte Amgen die Umsatzprognose um 0,4 Mill. auf 7,5 Mrd. bis 8,0 Mrd. Dollar. Die Gesamterlöse sieht der Konzern jetzt im ganzen Jahr bei 8,0 Mrd. bis 8,5 Mrd. Dollar entgegen der früheren Schätzung von 7,7 Mrd. bis 8,2 Mrd. Dollar. Auch die Erwartung für die operativen Aufwendungen hob das Unternehmen angesichts der angenommenen höheren Umsätze und weiterer Steigerungen der Investitionen in Forschung und Entwicklung um 200 000 Dollar auf 4,6 Mrd. bis 4,8 Mrd. Dollar an.

Ergänzend teilte Amgen mit, der Konzern gehe davon aus, in der zweiten Jahreshälfte die Zulassung für das experimentelle Medikament Cinacalcet zur Vorbeugung von Knochenschwund bei Nieren-Dialysepatienten zu erhalten.

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