Gewinnsteigerung wird erwartet
Analysten erwarten solides RWE-Ergebnis

Der Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal des laufenden Rumpfgeschäftsjahres nach Einschätzung von Analysten vor allem durch die Einbeziehung seiner Tochter Thames Water gut verdient.

Reuters DÜSSELDORF. Im Durchschnitt rechnen die Experten einer Reuters-Umfrage zufolge mit einem operativen Ergebnis von 900 Mill. ?. Für das Vergleichsquartal des Vorjahres will RWE bei der für Donnerstag vorgesehenen Veröffentlichung des Quartalsausweises Pro-Forma-Zahlen anbieten, da es bislang keine separaten Quartalsergebnisse gab. Vorige Woche hatte RWE-Konkurrent Eon bereits eine kräftige Gewinnsteigerung bekannt gegeben.

Zur erwarteten Gewinnsteigerung bei RWE hat den Analysten zufolge neben Thames Water auch die Einbeziehung der VEW sowie eine leichte Erholung der Strompreise beigetragen. Die Fusion von RWE und VEW trat zwar schon im Juli 2000 in Kraft, VEW wurde aber im ersten Quartal des im Juli begonnenen Geschäftsjahres 2000/01 nicht mitgerechnet. Die Zahlen des ersten Quartals dürften alles in allem keine negativen Überraschungen bringen, urteilt Frank Laurer von der Berenberg Bank.

Nach Ansicht von Nils Machemehl vom Bankhaus M.M. Warburg richtet sich das Interesse nun mehr und mehr auf Desinvestitionen: "RWE hat immer gesagt, erst kommen Akquisitionen, dann Desinvestitionen." Mit Thames Water und American Water Works seien Übernahmen vollzogen beziehungsweise angekündigt. Jetzt stehe RWE vor der Entscheidung, wann man sich von den Finanzbeteiligungen Hochtief und Heidelberger Druckmaschinen trenne. Dies sei nötig, wolle der Konzern nicht sein Finanzergebnis und damit auch das Ergebnis je Aktie durch die Finanzierung der Akquisitionen über Schulden statt über Verkaufserlöse belasten.

Ein lukrativer Verkauf der beiden Töchter wird nach Ansicht von Lauer auf absehbare Zeit nicht gelingen. Hochtiefs Ertragslage sei unverändert gedrückt und werde es auch bleiben. HeidelDruck werde durch seinen hohen Umsatzanteil der USA von einem Drittel konjunkturbedingt die guten Vorjahresergebnisse verfehlen.

Eine Abweichung von der für das kurze Rumpfgeschäftsjahr abgegebene Ergebnisprognose erwarten die Analysten nicht. RWE habe schon eine recht präzise Einschätzung abgegeben, sagte Nils Machemehl. Er sehe keinen Grund, weshalb RWE davon abweichen sollte. Zuletzt hatte RWE im Oktober die Prognose eines steigenden operativen Ergebnisses bekräftigt und damit Presseberichte dementiert, wonach Vorstandschef Dietmar Kuhnt von dieser optimistischen Sicht abgerückt sei. RWE legt ein Rumpfgeschäftsjahr ein, um sein Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr in Einklang zu bringen.

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