Gewinnwarnung
Kommentar: Kleiner Sieg für Pierer

Nun also doch. Infineon rutscht im laufenden Quartal tief in die roten Zahlen, was nicht nur für den Halbleiterproduzenten, sondern auch für die Muttergesellschaft Siemens unangenehm ist.

Selbst wenn er darauf lieber verzichtet hätte, ist diese Nachricht gleichwohl ein kleiner Sieg für Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Denn der hatte Infineon im März ausdrücklich ausgeklammert, als er eine vergleichsweise positive Gewinnprognose für den Siemens-Konzern abgab - und hatte scharfen Widerspruch von Infineon-Chef Ulrich Schumacher geerntet.

Dass von Pierer gut daran getan hatte, zeigt der tief rote Ton der Infineon-Zahlen. Ohne diese Einschränkung wäre heute auch eine Siemens-Gewinnwarnung fällig gewesen. Lange hat Siemens dieses Problem freilich nicht mehr. Dass sich die Mutter nicht an der Kapitalerhöhung der Tochter beteiligt, zeigt wohin die Reise geht: Eine Trennung vom zyklischen Chip-Geschäft steht bevor.

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