Gewinnwarnungen amerikanischer Technologieunternehmen
Europäische Börsen zeigen sich uneinheitlich

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte gegen Mittag mit 0,54 % im Minus bei 4028 Zählern, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) 0,34 % auf 4216 Punkte nachgab. In den USA deutete der S&P 500-Future mit einem Minus von 12,5 Punkten und der Nasdaq Future mit einem Minus von 38,50 Punkten auf eine leichtere Eröffnung der New Yorker Aktienbörsen.

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Einerseits bekämen die Märkte positive Impulse durch die starke Schlusstendenz der Wall Street vom Vortag, sagten Händler. Andererseits belasteten Gewinnwarnungen amerikanischer Technologieunternehmen die Stimmung. An der Wall Street hatten am Dienstag der Dow-Jones-Index um 2,68 % fester auf 9948 Zählern und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index um 2,80 % fester auf 1972 Zählern geschlossen. Nach Börsenschluss senkte Nortel Networks, einer der weltweit führenden Anbieter von Glasfaserausrüstung für die Telekomindustrie, zum zweiten Mal seine Geschäftsprognose für das erste Vierteljahr. Und der US-Taschencomputer-Hersteller Palm stellte unter Verweis auf eine Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums für das kommende Geschäftsquartal einen unerwartet hohen Verlust in Aussicht. Beide Unternehmen kündigten zudem - ebenso wie der Unterhaltungskonzern Walt Disney - an, Stellen zu streichen.

LONDON - Leichter

Die Londoner Börse präsentierte sich leichter. Der FTSE-Index notierte um 1,2 % niedriger bei 5658 Zählern. Unter den Technologie-Werten büßten die Titel von Marconi 4,2 % ein, ARM-Papiere verloren fünf Prozent. "Der Tag heute ist ein echter Test für den Markt. Die Warnungen (von Nortel und Palm) haben den Markt nach der jüngsten Rally wieder ein bisschen auf den Boden der Realität zurückgebracht", sagte ein Händler. "Jetzt werden wir sehen, ob das Vertrauen wirklich zurückgekehrt ist."

ZÜRICH - Mit Aufschlägen

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im frühen Geschäft fester notiert. Händler sagten, die positiven Vorgaben aus den USA hätten zusammen mit dem andauernden Erholungsprozess noch für eine etwas freundlichere Eröffnung gesorgt. Ob die nach US-Börsenschluss ausgesprochenen negativen Nachrichten von Walt Disney und vor allem von Nortel nicht für Gewinnmitnahmen sorgen würden, werde sich erst zeigen. Der SMI notierte 0,4 % über Vortagesschluss bei 7038 Zählern.

PARIS - Knapp behauptet

Die Pariser Aktienwerte notierten knapp behauptet. Der CAC 40-Index verlor 0,3 % auf 5221 Punkte. Die Aktien von Valeo gaben knapp zwei Prozent ab, nachdem die Holding CGIP erklärte, sie wolle langfristig Aktionär bei dem Autozulieferer bleiben, und damit Übernahmespekulationen dämpfte. Nach 2000er Ergebnissen über Erwartungen von Analysten gewannen die Papiere von Bouygues zwei und die der Fernsehtochter TF1 drei Prozent.

MAILAND - Weiter leicht anziehend

Die italienischen Aktienwerte präsentierten sich auch nach der Aufwärtstendenz der vergangenen drei Börsentage weiter mit leicht anziehender Tendenz. Der Mib 30-Index notierte um 0,3 % über Vortagesschluss bei 38 881 Zählern. Gegen den Trend verloren UniCredito-Aktien vor Beratungen der Verwaltung zu den Jahresergebnissen 2000 1,6 %.

MADRID - Knapp behauptet

Nach einer drei Tage dauernden Rally tendierte die Börse in Madrid am Mittwoch mit geringen Abschlägen. Der Ibex 35-Index notierte um 0,2 % unter dem Vortagesschluss bei 9242 Zählern. Telefonica-Aktien verbilligten sich im Einklang mit der allgemeinen Tendenz der Telekom-Branche in Europa um 1,5 %.

AMSTERDAM - Fester

Die niederländischen Aktienwerte präsentierten sich fester. Der AEX-Index gewann 0,8 % auf 563 Zähler. Die Papiere von Wolters Kluwer setzten ihre starke Wertentwicklung des Vortages nach Bekanntgabe über den Erwartungen liegender Ergebnisse 2000 fort und verteuerten sich um 1,8 %.



WIEN - Fester

Die österreichischen Aktienwerte tendierten fester. Bis zum Mittag notierte der ATX-Index um 0,6 % höher bei 1172 Punkten. Die Aktien der Wienerberger legten um rund 1,4 % zu. Der Baustoffproduzent hatte zuvor die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 präsentiert und eine Erhöhung der Dividende auf 0,80 (0,50) Euro in Aussicht gestellt. Insgesamt sei die Stimmung an der Wiener Börse angesichts der schwachen internationalen Börsen gar nicht so schlecht, sagte ein Marktteilnehmer. Er rechne damit, dass die freundliche Stimmung auch noch weiter anhalte und der ATX im Laufe der Woche noch über die 1180er Marke klettern könnte.

BRÜSSEL - Starke Aufwärtstendenz

Gestützt auf Kursgewinne im Finanzsektor präsentierte sich die Brüsseler Börse fest. Gegen Mittag notierte der Bel 20-Index um 1,5 % höher bei 2814 Punkten. Die im Index schwer gewichteten Finanzpapiere Fortis, KBC Bancassurance und Dexia zogen deutlich an, was Händler mit Spekulationen über eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag begründeten. Die Aktien von Fortis gewannen ein Prozent, die von KBC über drei Prozent und die von Dexia 1,3 %.

STOCKHOLM - Ericsson-Verluste ziehen OMX nach unten

Gewinnmitnahmen und daraus resultierende starke Kursverluste beim schwer gewichteten Mobilfunkunternehmen Ericsson haben den OMX-Index in die Tiefe gezogen. Das maßgebende Barometer der Stockholmer Börse notierte fast drei Prozent im Minus auf 881 Punkten. Nachdem die Titel von Ericsson nach Bekanntgabe eines Zwei- Milliarden-Dollar-Sparprogramms am Vortag zehn Prozent zugelegt hatten, nahmen die Investoren Händlern zufolge nun Gewinne mit.

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