Gewinnwarnungen nehmen kein Ende
US-Aktienmarkt endet nach hektischem Handel im Minus

Die Standardwerte an der Börse in New York sind am Freitag etwas schwächer aus dem Handel gegangen, nachdem sie zunächst stark unter Druck geraten waren. Nach den jüngsten Gewinnwarnungen im Technologiebereich hatten auch Dow-Jones-Werte wie Mc Donald's und Delta Airlines Gewinnwarnungen veröffentlichen müssen. Der Standardwerte-Index Dow Jones verlor bis Handelsschluss 0,62 % auf 10 623,64 Punkte. Der marktbreite S&P 500 Index verlor 0,45 % auf 1 214,34 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite Index gab 0,77 Prozent auf 2 028,42 Zähler nach.

dpa-afx/rtr NEW YORK Auch schwache Konjunkturzahlen hätten den Markt belastet. Der "dreifache Hexensabbat" habe zudem für große Volatilität gesorgt, sagten Händler. Futures, Index-Optionen und Aktien-Optionen liefen am Freitag aus.

Die US-Industrieproduktion ist von April auf Mai um 0,8 % gesunken. Im Vorjahresvergleich sei sie mit einer Rate von 2,8% rückläufig gewesen, erklärte die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington. Die industrielle Erzeugung sei damit so stark zurückgegangen wie seit Januar nicht mehr. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,4% gerechnet.

Der Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan ist im Juni unerwartet auf 91,6 Punkte gefallen nach einem Indexstand von 92,0 Zählern im Mai. Ihren Schätzungen nach sollte er im Berichtsmonat ein Index-Niveau von 94,0 Punkten erreichen.

Honeywell stiegen um 4,58 % auf 38,80 $. United Technologies will Gerüchten zu Folge ein Übernahmeangebot für Honeywell abgeben. United Technologies verloren hingegen 3,05 % auf 74,75 $.

Nortel rüstet sich für schlechte Zeiten

Der kanadische Netzwerkausrüster Nortel Networks Corp will in diesem Jahr insgesamt 30 000 Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen erwartet bis zum Ende des zweiten Halbjahres 2002 kein nachhaltiges Wachstum. Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Nettoverlust je Aktie vor Sonderabschreibungen von 48 Cent. Die Aktie gab um 13,21 % auf 9,20 $ nach. Die Aktie gab in New York deutlich um 6,98&nbps;% auf 9,86&nbps;$ nach.

Deutlich ins Minus rutschten JDS Uniphase . Nach US-Börsenschluss am Donnerstag hatte der weltweit führende Anbieter von Glasfaserkomponenten seine Umsatzprognose für das laufende vierte Quartal gesenkt. Die Aktien von JDS Uniphase gaben um 9,92 Prozent auf 12,44 $ nach.

Gerüchte um Microsoft

Die Aktien des Softwarkonzerns Microsoft gaben 1,28 % auf 68,02 $ nach. Gerüchte über eine bevorstehende Gewinnwarnung hätten die Aktie belastet, sagten Händler. Es sei noch nicht klar ob Microsoft für das vierte Quartal (bis Juni) eine Gewinnwarnung herausgeben werde, sagte Rick Sherlund Goldman Sachs Analyst. Es zeichne sich aber ab, dass die Geschäfte schlechter liefen.

Die Schnellrestaurantkette Mc Donald's Corp hat am Freitag davor gewarnt, dass der Gewinn je Aktie (EPS) im zweiten Quartal unter den Erwartungen der Analysten liegen werde. Wie das Unternehmen am Freitag in Oak Brook mitteilte, erwarte es bei konstanten Wechselkursen einen Gewinn je Aktie von 34 Cent bis 35 Cent. Die von First Call/Financial Thomson befragten Analysten gingen von 38 Cent aus. Mc Donald's fielen um 4,31 % auf 28,67 $.

Zulegen konnten trotz einer Gewinnwarnung Delta Air Lines Inc. Die Fluggesellschaft hat davor gewarnt, dass im zweiten Quartal 2001 ein höherer Verlust verbucht werde als von Analysten erwartet. Wie die Fluggesellschaft am Freitag in New York mitteilte, werde der Verlust je Aktie 1,15 bis 1,30 $ betragen. Die von First Call/Financial Thomson befragten Analysten hatten hingegen nur mit einem Verlust je Aktie von 58 Cent gerechnet. Delta stiegen um 0,44 % auf 42,95 $.

Lebhafter Handel

Bei lebhaften Umsätzen von rund 1,57 Milliarden Aktien schlossen an der Wall Street 1 437 Titel fester, 1 588 schwächer und 220 unverändert. An der Nasdaq wurden rund 2,09 Milliarden Titel gehandelt. Dabei standen 1 626 Kursgewinnern 2 137 Verlierer gegenüber, und 355 Titel schlossen unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bond zuletzt um rund 11/32 leichter und brachten eine Rendite von 5,68 Prozent.

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