Gewinnwarnungen trüben die Stimmung
US-Börsen gehen schwach aus dem Handel

Die amerikanischen Aktienmärkte sind am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Zuvor hatten Gewinnwarnungen von Nortel Networks und Palm die Anleger erschüttert. Der Nasdaq-Composite büßte 6,00 % auf 1 853,92 Punkte ein. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte schloss 162 Punkte oder 1,7 % niedriger bei 9 785 Punkten. Der marktbreitere S&P-500-Index lag 2,45% bei 1 153,25 Punkten im Minus.

ap/dpa-afx/rtr NEW YORK. Händler machten vor allem die Gewinnwarnung des auch in New York gelisteten kanadischen Netzwerkausrüsters Nortel Networks und des Herstellers von Minicomputern Palm für die schlechte Stimmung verantwortlich. Nach Kursgewinnen an den vergangenen drei Tagen hätten viele Marktteilnehmer ihre Gewinne realisiert.

"Ich glaube, die leichte Kurserholung ist bereits vorbei. Der Markt wird durch schlechte Unternehmensergebnisse belastet, wobei niemand genau weiß, wie lange der Trend von negativen Unternehmensmeldungen anhalten wird", sagte Dirk van Dijk, Marktstratege bei C.H. Dean & Associates.

Am Dienstag nach Handelsschluss hatte Nortel Networks einer der weltweit führenden Anbieter von Glasfaserausrüstung für die Telekomindustrie, seine Ergebnisprognose für das erste Quartal zum zweiten Mal gesenkt. Die Papiere von Nortel verloren daraufhin im Mittwochshandel 16,47 % auf 14  $. Ebenfalls schwächer schlossen die Aktien des Glasfaser-Produzenten Corning , die sich um rund 14 % auf 21,50 $ ermäßigten.
Auch der US-Taschencomputer-Hersteller Palm hatte wegen der nachlassenden US-Konjunktur für das bevorstehende Geschäftsquartal einen unerwartet hohen Verlust in Aussicht gestellt. Die Aktien von Palm brachen um 47,98 % auf 8-1/16 $ ein. Sowohl Nortel als auch Palm hatten zudem Stellenstreichungspläne bekannt gegeben.

Nortel rissen auch Cisco nach unten

Nach den Unternehmensmeldungen von Nortel verloren auch andere Papiere der Branche an Boden. So gaben die Aktien von Cisco Systems, des weltweit führenden Netzwerkherstellers, 13,1 % auf 15-3/4 $ nach. Ebenfalls in den negativen Sog gerieten die Aktien des Glasfaserkomponentenherstellers JDS Uniphase , die 14,54 % auf 19-15/16 $ einbüßten.

General Electric halfen auch gute Prognosen nicht

Verluste musste auch die Aktie von General Electric (GE) hinnehmen, obwohl der Präsident der Tochter von General Electric (GE) GE Capital, Charles Alexander, erklärt hatte, dass er nach der Übernahme von GE American Communications durch Societe Europeenne des Satellite SA (SES), bei SES ein Umsatzwachstum erwartet. GE Capital wird mit 25% an dem Fusionsunternehmen beteiligt sein. Die Papiere fielen um 0,86 % auf 41,55 $.

Ebenfalls nachgeben hatten die Aktien des Getränkekonzerns Coca-Cola. Sie fielen um 1,42 % auf 45,95 $. Einerseits hatte sich das philippinische Unternehmen La Tondena Distillers damit einverstanden erklärt, seine Mineralwasser- und Juice-Sparte auf Coca-Cola Bottlers Philippines Inc. zu übertragen. Andererseits hatte Coca-Cola vor Handelsbeginn Zahlen zum weltweiten Geschäftsvolumen im ersten Quartal veröffentlicht.

Für etwas Aufhellung sorgte das Börsendebüt der Lucent-Tochter Agere Systems , deren Aktien sich im Handelsverlauf um 0,33 % auf 6,02$ verteuerten. Agere ist die für optische Komponenten und Halbleiter zuständige Sparte des Telekom-Ausrüsters Lucent.

Der Dow-Jones wurde durch Kursabschläge des Unterhaltungskonzerns Walt Disney belastet. Das Unternehmen hatte am Dienstag nachbörslich den Abbau von Stellen angekündigt. Disney verloren daraufhin am Mittwoch 2,88 % auf 28,36 $. Ebenfalls belastend auf das Börsenbarometer wirkten sich Kurverluste von International Business Machines (IBM) und Texas Instruments aus, die rund fünf Prozent auf 94,41 $ beziehungsweise über zehn Prozent auf 32,48 $ verloren.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1980 Verlierer 1080 Gewinner, während 195 Titel unverändert blieben. Bei Umsätzen von rund 2,03 Mrd. Aktien schlossen an der Nasdaq 2607 Titel im Minus, 1100 im Plus und 604 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 5/32 tiefer und erbrachten eine Rendite von rund 5,47 %.

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