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Gewinnwarnungen verlieren ihren Schrecken

Sun, Corning, Nortel, Sony und Fiat haben die den vergangenen Tagen einen Vorgeschmack darauf gegeben, was in den nächsten Wochen ansteht: Eine Flut an Gewinnwarnungen. Sie kommt wieder und verschont uns ebenso wenig wie im dritten Quartal. Kaum jemand zweifelt daran. Doch genau das, also die Gewissheit um diese Flut, weckt Hoffnung.

Denn während im Frühjahr und Sommer die Enttäuschung groß war, liegt im Herbst der Überraschungseffekt woanders: Bei den wenigen Unternehmen, die ihre Prognosen nicht nach unten korrigieren. Cisco und Dell versetzten Anleger deshalb in Euphorie, weil die Unternehmenschefs meinen, an den Ertragszielen festhalten zu können. Die schlechten Meldungen von Sun, Corning, Nortel, Sony und Fiat lösten dagegen keinen Schock aus.

Dass Gewinnwarnungen inzwischen weniger überraschen als Prognose-Bestätigungen, zeigt, welch hohes Maß an Pessimismus an den Börsen herrscht. Die Kurse enthalten inzwischen neben den Ängsten um eine bewaffnete Auseinandersetzung nach den Terrorangriffen am 11. September auch die Sorgen um eine weltweite Rezession mit einhergehenden Ertragseinbrüchen bei den Unternehmen. Soweit ist es aber noch nicht. Denn sollte die an den Börsen bereits fest eingeplante Rezession in den USA und Europa ausbleiben, wird die Überraschung und anschließende Rally groß sein.

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