Gewitterwarnung und hohe Ozon-Werte
Allzeit-Hitze-Rekord gefallen

Mit Temperaturen von bis zu 37 Grad hat Deutschland am Dienstag einen der heißesten Juni-Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt.

Hamburg (dpa) -

Wiwo/ap/dpa HAMBURG/FRANKFURT/MAIN. In Koblenz ist am Dienstagnachmittag nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia der Spitzenwert von 39,4 Grad gemessen worden. Damit sei der Hitzerekord für den Monat Juni gefallen, sagte Meteorologe Jörg Kachelmann der dpa. Der bislang höchste Wert in Deutschland sei mit 38,8 Grad im Juni 2000 in Guteborn (Brandenburg) gemessen worden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden Spitzenwerte von bis zu 37 Grad Celsius um 16.00 Uhr in Mönchengladbach, Köln-Wahn, Mannheim und Karlsruhe gemessen.

Der Juni-Rekordwert liegt aber noch deutlich unter der höchsten je vom DWD gemessenen Temperatur in Deutschland, 40,2 Grad, die am 27. Juli 1983 im oberpfälzischen Gärmersdorf erreicht wurde.

Dennoch bezeichneten Experten die aktuelle Hitze als ungewöhnlich. Schon um 10.00 Uhr am Vormittag waren etwa in Aachen 30 Grad gemessen worden. Normalerweise würden so hohe Temperaturen erst im Juli und in der ersten Augusthälfte erreicht. Schuld an der Hitze ist laut DWD das Hoch "Xavier", das mit einer südliche Strömung heiße Luftmassen nach Deutschland bringt.

Für den Raum Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gab der DWD eine Sturmwarnung aus: Ab dem späten Nachmittag würden von Nordwesten her starke Gewitter mit Hagel erwartet. Für Mittwoch sagten die Meteorologen wechselhaftes Wetter voraus. Vor allem im Süden und Osten wurden im Tagesverlauf Schauer und Gewitter erwartet. Die Höchsttemperaturen sollen nur noch 26 Grad im Norden und 32 Grad im Süden betragen.

Hohe Ozonwerte in Hessen und Rheinland-Pfalz

Parallel zu den Temperaturen stiegen auch die Ozonwerte. Wie die Hessische Landesanstalt für Umwelt in Wiesbaden meldete, erreichte die Ozonkonzentration in Gießen bereits um 14.00 Uhr 243 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Kassel wurden zeitgleich 212 Mikrogramm und in Darmstadt 193 Mikrogramm gemessen. In Rheinland-Pfalz wurde am frühen Dienstagnachmittag 216 Mikrogramm in Speyer gemessen, im pfälzischen Wörth waren es 198 Mikrogramm. Fachleute riefen Menschen, die empfindlich auf Ozon reagieren, dazu auf, ungewohnte körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Ab 180 Mikrogramm Ozon gilt in der EU eine Ozon-Warnpflicht.

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